P. Lukas Niederberger über Hugo Stamm


Der Direktor vom Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, P. Lukas Niederberger, machte im Oktober 2006 wohl die erste persönliche Erfahrung mit dem Fanatismus Marke Hugo Stamm. Nachdem Herr Niederberger mit grossem Aufwand alle Fragen von Herrn Stamm bereitwillig beantwortet hatte, wunderte sich Herr Niederberger, dass dies offensichtlich bei Hugo Stamm alles wirkungslos verpuffte und nirgends im Artikel Früchte trug. Nun, die Story über das Lasalle Haus war für Hugo Stamm zum Zeitpunkt seines Telefongesprächs offensichtlich schon längst konzipiert und die Fragen an Herrn Niederberger waren eine reine Alibiübung um den journalistischen Ansprüchen – wie Sie vom Presserat gefordert werden – Rechnung zu tragen.
Wohl alle Gruppen die von Hugo Stamm kritisiert werden, mussten in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen machen.

Hier ein Zitat von Herrn P. Lukas Niederberger über Hugo Stamm:
„…seine grösste Stärke ist leider auch seine grösste Schwäche. Da er das ganze Jahr über mit allerlei abstrusen und gefährlichen Sekten zu tun hat, führt dies bei ihm offenbar immer mehr dazu, dass er in einer Art «déformation professionnelle» alles in den Esoterik-Topf wirft, was nicht vom Vatikan oder bibeltreuen Christengemeinden offiziell abgesegnet ist. Diese Entwicklung bedaure ich sehr, finde sie in diesem Fall jedoch ein wenig zum Schmunzeln, weil ich noch nie von einem kritischen Alt-68-er mit dem Argument kritisiert wurde, die in der Arbeit vermittelte Spiritualität würde nicht ganz der päpstlichen Einstellung entsprechen. So ändern sich eben die Zeiten…
Mir tut es einzig für die Buddhisten oder Hinduisten leid, deren spirituellen Wege des Zen und des Yoga durch Hugo Stamm in einer Art und Weise abqualifiziert wurden, wie es einem respektvollen interreligiösen Dialog schlicht und ergreifend nicht entspricht.“

Leider beantwortet Herr Niederberger nicht, welche Gruppen er den nun als „abstruse und gefährliche Sekten“ betrachtet. Er sieht wenigstens, dass Herr Stamm immer mehr in den von ihm selbst angeprangerten Fanatismus abgleitet. Solange Hugo Stamm seine Agitation jedoch gegen andere richtet, hat Herrn Niederberger anscheinend nicht nur nichts dagegen, sondern pflichtet ihm sogar noch bei. Hauptsache er ist nicht selbst das Ziel. Schade dass Herr Niederberger nicht gewillt ist über den eigenen Gartenzaun hinaus zu blicken.
Ich vermute, dass Herr Niederberger sich sehr wohl bewusst war, dass Hugo Stamm nicht nur buddhistische und hinduistische Gruppen und Praktiken auf diese Art abqualifiziert. Offensichtlich wollte er sich aber bei Hugo Stamm trotz Kritik am Verhalten gleichzeitig auch anbiedern und andere in die Schusslinie manövrieren.

Sekten-Jäger heisst die Site eines Christen, dem ich diesbezüglich von Herzen beipflichte und wo ich folgende Aussage fand:

„Du fragst, wie man Sekte definiert ?
Ganz einfach.
Eine Sekte, das sind immer die andern.
Es gibt keine religiöse Gruppe, die nicht von einer anderen religiösen Gruppe als Sekte bezeichnet wird. Folglich leben sie alle unter dem Sektenvorwurf. Und selbstverständlich sind immer die andern die Sekte. Nie und nimmer die eigene moralische Weltanschauung.“

Nun das Religions(miss)verständnis von Hugo Stamm lässt sich auch sehr gut anhand seiner Einleitung im Artikel erkennen. Da schreibt er doch tatsächlich:

„Aus christlicher Sicht haben viele esoterische Rituale und Disziplinen einen magischen oder gar okkulten Hintergrund. Ausserdem lässt sich die in esoterischen Heilslehren verkündete Wiedergeburt nicht mit dem christlichen Glauben vereinbaren. Dies gilt auch für das Gottesbild: Für Buddhisten und Esoteriker ist Gott nicht personal, sondern eine bestimmte Form von Energie“

Es ist alles andere als erwiesen, dass die „Wiedergeburt“ nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren ist. Dazu lesen sie am Besten den Artikel „Reinkarnation im Christentum“

Dies gelte auch für das Gottesbild, meint Stamm. Nun als Experte sollte er sich doch zumindest darüber bewusst sein dass in der Bibel steht, dass man sich von Gott eben kein Bildnis machen soll. Was die Esoteriker dann doch schon wieder „christlicher“ oder eben die Christen „esoterischer“ erscheinen lässt.

Dieser Artikel war zuerst mit dem Lasalle Haus verlinkt, wo man das ganze Interview nachlesen konnte. Dort wurde er dann bald darauf gelöscht und ist nun auch im Google Cache verschwunden (14.03.08).

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Autor: Dirk Leinher

Herzlich willkommen an alle die mehr über Scientology und Dianetik herausfinden möchten. Ich bin ein Scientologe aus der Schweiz und wie ihr sicher annehmt, ist religo nicht mein richtiger Name. Ich habe als Benutzername dieses Wort ausgewählt. Warum? Grundsätzlich besteht das Wort einerseits aus “re” was lateinisch ist und “ligo” auch lateinisch. RE: bedeutet “wieder” oder “zurück” LIGO: bedeutet “ich verbinde” oder einfach “ich binde” Das Wort “RELIGO” wird zwar nicht als Ursprung des Wortes Religion (religio) angesehen, aus meiner Sicht wäre dies jedoch passender. Religion ist aus meiner Sicht, egal welcher Konfession oder Religion jemand angehört, die Art und Weise wie jemand sich Gott oder der Schöpfung und somit dem Ursprung annähert. sich “WIEDER MIT IHM ZU VERBINDEN” oder “ZU VEREINEN”. Das Wort RELIGIO (wenn man den Wörterbüchern glauben will) das als Herkunft für Religion gilt, bedeutet quasi das Gegenteil. Es wird unter anderem mit “Gottesfurcht” definiert. Auf diesem Blog möchte ich meine Religion Scientology allen interessierten Menschen näher vorstellen. Unter meiner Religion verstehe ich meinen Weg zur Selbstentdeckung, mein Weg wie ich mich mit dem Ursprung, dem Schöpfer wieder-verbinde und geistige Freiheit erlange.

2 Kommentare zu „P. Lukas Niederberger über Hugo Stamm“

  1. Religo: Am 24.06.08 schrieb ich auf obigen Kommentar nachfolgende Antwort per Email an die angegebene Emailadresse. Leider erhielt ich bis heute

    19.01.11

    keine Antwort. Ich vermute dass obiger Kommentar nicht von Herrn Niederberger persönlich stammt.

    „Ich bin etwas überrascht über Ihren Kommentar. Ich habe den von Ihnen beanstandete Beitrag nochmals durchgelesen, kann jedoch wirklich nicht erkennen wie ich Sie vereinnahmen würde. Der Artikel befasst sich ja relativ kritisch mit verschiedenen Aspekten und stellt einfach eine Meinung über Ihre Stellungnahme an Hugo Stamm dar. Ich sehe auch nicht was an dem Artikel verkehrt ist, würde aber sehr gerne von Ihnen etwas mehr darüber erfahren, was Sie zum Artikel zu sagen haben. Ich freue mich auf einen Dialog mit Ihnen und bin gerne bereit ein begründetes, berechtigtes Anliegen zu berücksichtigen.“

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