Finanzkrise: Was Bundesrat Hans Rudolf Merz tun sollte

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Wir sind heute an einem Punkt angelangt wo die eigensüchtigen Interessengruppen der Banken und Hedge Funds nicht mehr länger unterstützt werden dürfen. Es heisst, dass die UBS nicht fallengelassen werden darf, da sie zu wichtig für die Wirtschaft der Schweiz sei. Das heisst aber nicht, dass die Schweiz rein spekulative UBS und Hedge Funds „Geschäfte“, schützen muss. Das bereits klinisch tote Finanzystem muss nun schnellstens ersetzt werden. Die Schweiz könnte eine Vorreiterrolle darin übernehmen zu helfen, das weltweite Finanzsystem auf der Grundlage eines Kreditsystems wieder zum funktionieren zu bringen. Was die Wirtschaft nicht braucht ist der Derivatemarkt und alle angehäuften Spielschulden und -Guthaben die damit verbunden sind. Diese sind unbezahlbar und jeder Versuch diese weiter aufrecht zu erhalten, bringt nur nochmals mehr Probleme und Krisen hervor.

Der Vorschlag von Lyndon LaRouche wie mit der heutigen Krise umgegangen werden sollte, ist das Sinnvollste das ich bisher lesen konnte. Das Folgende ist aus der verlinkten Zeitung “Neue Solidaritaet” zitiert:

1. Schritt: das Weltwährungssystem einem Konkursverfahren unterziehen.

2. Schritt: ein neues System schaffen – statt eines Geldsystems ein Kreditsystem in Form einer angemessen modernisierten Variante des von US-Präsident F.D. Roosevelt beabsichtigten Bretton-Woods-Systems.

3. Schritt: das neue System auf die Grundlage einer erweiterten Form des Westfälischen Friedens von 1648 statt ständiger Konflikte stellen. Der IWF muß durch eine Vertragsorganisation zwischen souveränen Nationalstaaten ersetzt werden, ergänzt durch langfristige wirtschaftliche Zielsetzungen für wissenschaftlichen und verwandten Fortschritt pro Kopf und pro Quadratkilometer Landfläche.

4. Schritt: eine langfristige gemeinsame Aufgabenorientierung über zwei oder mehr Generationen hinweg definieren, um einen allgemeinen Anstieg der Arbeitsproduktivkraft zwischen den Nationen zu erreichen.

Unser Finanzminister täte gut daran, sich schnellstmöglich mit Personen wie Putin, Tremonti, Sarkozy und anderen zu treffen und gemeinsam darauf hinzuarbeiten, dass ein neues System geschaffen wird.
Wir steuern auf eine Hyperinflation zu: Wirtschaft, Inflation und Deflation erklärt
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2 Kommentare zu „Finanzkrise: Was Bundesrat Hans Rudolf Merz tun sollte

    Bundesbern unterstützt Spekulation: sagte:
    März 21, 2009 um 11:24 am

    Folgendes ist ein Zitat aus dem Magazin für Wirtschaftspolitik des SECO, also direkt aus der Hand von Bundesrätin Doris Leuthard unserer Wirtschaftsministerin:

    „Das Ergebnis eines Fussballspiels ist schliesslich auch unabhängig davon, wie viele Leute auf seinen
    Ausgang Wetten abschliessen“

    und weiter…

    „Wirtschaftspolitische Massnahmen gegen die
    Spekulation würden nicht nur nichts bringen,
    sondern einigen Schaden anrichten. Terminmärkte
    – und damit die Aktivitäten von Spekulanten –
    sind nämlich nicht eine Spielart von Pferdewetten,
    sondern haben einen echten volkswirtschaftlichen
    Nutzen. Neben der Transparenzbildung
    über Erwartungen erlauben sie es, sich gegen
    die Unsicherheiten aus Preisschwankungen
    abzusichern. Eine Fluggesellschaft oder ein Hausbesitzer
    kann sich über solche Märkte Erdöl zu
    einem fixierten Preis kaufen und sich dadurch gegen
    Preissteigerungen absichern. Damit dies
    möglich ist, braucht es aber eine Gegenpartei,
    die bereit ist, das Risiko der Preisschwankungen
    zu tragen. Diese Gegenpartei bilden oft Spekulanten,
    die mit dem Ziel einer finanziellen Rendite
    in solche Geschäfte investieren. Wirtschaftspolitische
    Massnahmen gegen die Spekulation
    werden nur dazu führen, dass weniger dieser
    beidseitig vorteilhaften Geschäfte getätigt würden
    – ein reiner volkswirtschaftlicher Verlust.

    Wenn dies aus der Feder oder zumindest von Doris Leuthard gutgeheissen wird, können wir keine Massnahmen erwarten, welche die Spekulation verhindert. Wie kurzfristig obiges Denken ist zeigt sich daran, dass die Rettungspakete hauptsächlich deshalb nötig wurden, weil die gegenseitigen Verpflichtungen der schöngeredeten „Pferdewetten“ anfangen aus den Fugen zu geraten. Wenn man nur ein einzelnes Fussballspiel anschaut, mögen die obigen bundesrätlichen Aussagen durchaus stimmen. Wenn man aber sieht wie sich diejenigen, welche sich verspekuliert haben nun am Tropf der Steuerzahler hängen, ist es tragisch solche bundesrätliche Blindheit anhören zu müssen.

    Genauso wie es bei Spielsüchtigen ist, ist es auch bei den Spekulanten:
    Staatliche Rettungspakete:
    Wenn jemand all sein Geld verspielt hat, dann geht er sich Geld ausleihen, um auch das zu verspielen. Die 66 Milliarden an die UBS müssen in diesem Licht gesehen werden. Bundesrat Merz hat den Hedge Funds in der Schweiz nicht etwa Auflagen gemacht, sondern diese noch gefördert.

    Folgen der Spielsucht:
    Wenn jemand diesem „Spiel“ verfällt, dann erledigt er seine Arbeit nicht mehr korrekt. Siehe UBS, welche die Kernaufgaben einer Bank immer mehr vernachlässigte und sich auf die Derivate und schnellen Gewinne konzentriert(e).

    Ich sehe zur Zeit keine Anzeichen dass Finanzminister Merz und Wirtschaftsministerin Leuthard ein Verständnis darüber haben, dass dieses System am Ende ist und ersetzt werden muss. Daher müssen dringend Personen die wirklich für das Volk handeln eine wende herbeiführen.
    Die Zusammenhänge bekanntmachen ist ein sehr wichtiger Beitrag dazu.

    religo sagte:
    April 9, 2009 um 6:02 pm

    Zudem hat unsere Bundesrätin Doris Leuthart wohl noch nie etwas von „Brot und Spiele“ gehört. Rom wurde durch seine technische wie administrative Überlegenheit zu einem Weltreich, durch „Brot und Spiele“ wurde dieses Reich zerstört.

    Hört auf die Vergangenheit immer wieder abzuspielen und lernt daraus. Wir brauchen Produktion keine „Finanzspiele“, welche die wirklichen Werte zerstören.

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