Avaaz.org: Mogelpackung für Leichtgläubige?

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Als ich von einem Bekannten das erste Mal von Avaaz hörte, hielt ich es grundsätzlich für eine gute Idee.
Eine Kampagne ist schnell unterstützt, man gibt seine Emailadresse ein und mit einem weiteren Klick hat man eine VORDERGRÜNDIG gute Sache unterstützt.

Nachdem ich jedoch etwas recherchierte, fand ich immer mehr Widersprüche im Zusammenhang mit dieser Plattform.

Der Aktivitismus im Zusammenhang mit Syrien wo ich der offiziellen westlichen Sicht keinen einzigen Buchstaben glaube, überzeugte mich schlussendlich davon, dass Avaaz.org die reinste Mogelpackung ist. Avaaz hat in diesem Zusammenhang vollkommen einseitig Partei für die „syrische Opposition“ ergriffen anstelle zum Beispiel für gegenseitige Gewaltlosigkeit zu plädieren. Niemand kann sich anhand der extrem vereinfachten oberflächlichen Informationen von Avaaz wirklich eine unabhängige Meinung über die aufgeworfenen Themen bilden. Es gibt keine Links zu sachlichen Hintergrundinformationen. Das einzige Ziel der Plattform ist, durch einige plakative Sprüche Empörung hervorzurufen und den Leser zum mitmachen zu bringen.

Wohl jeder der gegen eine Eskalation der Gewalt in Syrien ist, kommt nach einer kurzen Recherche über die verschiedenen beteiligten Parteien in Syrien zum Schluss, dass der Sturz von Assad nicht das Ende der Gewalt, sondern der Beginn eines unvorstellbaren Chaos und Leidens der Zivilbevölkerung in diesem Land markieren könnte. Ein grosser Anteil der syrischen Bevölkerung steht hinter Assad. Dies darf nicht einfach unberücksichtigt bleiben. Assad vertritt durchaus einen beachtlichen Teil der syrischen Bevölkerung. Im Falle eines Regimewechsels würden einfach die Vorzeichen gewechselt und wohl niemand glaubt ernsthaft dass die Rebellen von Syrien lupenreine Demokraten und Menschenrechtler sind, welche danach das Land versöhnen werden. Der Westen bewaffnet die Opposition genauso wie Russland das Assad Regime bewaffnet. Die westliche Empörung über Russland ist lächerlich. Russland und China sind in diesem Konflikt diejenigen, die „alle beteiligten Parteien“ zum Dialog zusammenbringen möchten was einzig vom Westen verhindert wird.

Nun aber zurück zur Plattform von Avaaz. Hier eine sehr interessante Recherche auf Zeitgeist online über Avaaz.org: Die Mogelpackung für Leichtgläubige! wie ich es nenne.

Paul Conroy (mit blauer kugelsicherer Weste), Mahdi al-Harati, Al-Kaida-Führer (mit schwarzer Weste) und Abdelhakim Belhaj (mit Tarnanzug), Foto: Voltairenet

Hier ein interessanter Auszug aus oben verlinktem Artikel:
Das Foto zeigt den von Avaaz aus Homs evakuierten britischen Fotoreporter Paul Conroy mit zwei Al-Kaida-Größen:

Mahdi al-Harati ist ein Al-Kaida-Führer und mutmaßlicher Mittäter der Anschläge vom 11.3.2004 in Madrid.24 Er kämpfte während des Libyen-Kriegs in Tripolis und ist jetzt in Syrien im Einsatz.

Abdelhakim Belhaj ist die rechte Hand von Ayman al-Zawahiri, der derzeitigen Nummer eins von Al-Kaida und selbst die derzeitige Nummer zwei. Obwohl er offiziell einer der meistgesuchtesten Verbrecher der Welt ist, wurde er von der NATO zum Militärgouverneur von Tripolis erhoben. Er kämpft jetzt ebenfalls in Syrien.

Ein britischer Fotoreporter in der Gesellschaft von Terroristen? Voltairenet schätzt Conroy als Mitglied des britischen MI6 ein.25 Avaaz hat gelinde gesagt recht seltsame Freunde und Mitarbeiter in Syrien!

Am 4. Januar hatte Avaaz einen Aufruf herausgegeben „Bringt Syriens Folterknechte vor Gericht“ (siehe Abbildung oben). Darin wurde gedrängt, Präsident Assad und sein „monströses Regime“, das „tödlichen Terror“ verbreitet, vor dem Internationalen Gerichtshof anzuklagen.

Unter dem Aufruf kann man einen Link anklicken, der zu einem Avaaz-Bericht über Folterzentren in Syrien führt. Der Bericht vom 9. Januar ist überschrieben: „Enthüllung über das Ausmaß des Horrors von Assads Folterkammern.“ Verantwortlich zeichnen die Avaazer Wissam Tarif mit einer Telefonnummer im Libanon und Will Davies mit einer englischen Kontaktnummer.

Der Avaaz-Bericht ist eine Beschreibung von Foltern, kurz gesagt von „A“ wie Augen ausquetschen bis „Z“ wie Zehennägel ausreißen, allerdings werden Opfer nur mit Vornamen genannt. Auffällig ist, dass man darauf verzichtet, Fotos als Beweise zu präsentieren, obwohl die Opferberichte von Avaaz angeblich alle verifiziert wurden.

Avaaz wurde im Informationskrieg erfolgreich aktiv und scheut sich nicht, wie aufgezeigt, auch mit Manipulation, Lüge und Betrug zu arbeiten

Der einzige Klarname eines Folteropfers, den Avaaz benennt, ist der von Khaled Sid Mohand, einem französisch-algerischen Journalisten, der 23 Tage in Syrien im Gefängnis war und gegenüber dem Fernsehsender France 24 sagte: „Ich kann mich nicht beklagen. Ich wurde während der ersten beiden Tage ein klein wenig geschlagen, aber dann nie mehr angerührt.“

Avaaz – der Stoff, aus dem Hetzkampagnen sind?

Das ernüchternde Fazit über Avaaz lautet:

Avaaz ist eine aus den USA gesteuerte internationale Kampagnenorganisation. Sie erschleicht sich das Vertrauen ihrer Mitglieder mit Hilfe harmloser Kampagnen („Rettet die Bienen“). Anschließend missbraucht sie das gewonnene Vertrauen ihrer Mitglieder skrupellos, um mit Hilfe der arglosen Geldspenden der Avaazer die außenpolitische Agenda der Vereinigten Staaten bzw. ihrer Eliten zu befriedigen.

Ein Kommentar zu „Avaaz.org: Mogelpackung für Leichtgläubige?

    walterfriedmann sagte:
    August 24, 2015 um 4:09 am

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Scientology

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