Wie die Schweiz „weltlich harmonisiert“ wird

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Einleitung eines Artikels von Dr. Markus Erb

Der Nebel lichtet sich

Dicke Post hat uns Bruno Nüsperli mit seinem Einblick in die aktuelle Forschung der UNI Bremen geliefert: die Schweiz wird seit Jahren von aussen gesteuert umgebaut! Was bis heute immer als lächerliches Hirngespinst abgetan wurde, belegt die Studie “Soft Governance in Education. The PISA Study and the Bologna Process in Switzerland” (http://www.sfb597.uni-bremen.de/homepages/bieber/arbeitspapierBeschreibung.php?ID=159&SPRACHE=de&USER=bieber), erstellt von der Doktorandin Tonia Bieber an der Universität Bremen, als Realität! Deshalb also wird die Schule harmonisiert, der Kindergarten kantonalisiert, deshalb sollen unsere Kinder plötzlich Sexualerziehung erhalten – genau wie die Kinder in Berlin und in England, wo sich die Eltern gerade mit denselben Themen herumschlagen.

In Bremen ist man begeistert: wie hat man es bloss geschafft, ein Land zu knacken, in dem sich so viele Kräfte gegen die blinde Übernahme von ausländischen Entwicklungen wehren; wo Föderalismus und Direkte Demokratieeine Einflussnahme von aussen sehr schwer machen; ein Land, das man nicht einfach durch Verwaltungsentscheide umbauen kann.

Die Beschreibung, wie so eine „Transformation“ gemacht wird, liess an mir innerlich die letzten 10 Jahre vorbeiziehen: will man einen Staat umbauen, muss man ihm zuerst ein Problem unterschieben. Zum Beispiel, indem man eine Studie durchführt. Wir hatten ein sehr gutes Schulsystem das seit jeher vielen widersinnigen Reform- und Zentralisierungs-Bestrebungen erfolgreich Widerstand geleistet hatte. Ziel der OECD-Studie (PISA) war offenbar, Reformbedarf nachzuweisen – und schon war „das Problem“ geboren. Man staunte nur so, wie scheinbar über Nacht überall im Land Experten auftauchten, welche nur darauf gewartet hatten, in Sachen Reform endlich Druck machen zu können. Sie nutzen PISA strategisch für ihre langgehegten Ziele (sagt Bieber). Sie verbreiteten überall „ihre“ Reform-Ideen (oder die von IOs?). Dass in den Reformideen aber nicht Vielfalt sondern Einheitsbrei herrschte, hätte allen sauer aufstossen müssen, ging in der Hektik aber weitgehend unter. Wer zur Besonnenheit mahnte, um zum Beispiel PISA eingehend zu diskutieren wurde harsch angegangen, es hiess „es muss jetzt schnell gehen“, im Ausland habe man die
Reform schon längstens durchgeführt, man sehe ja, wie sehr wir im Hintertreffen seien. Dass die Internationalen Organisationen zur „Entwicklung“ aus der Misere „Standards“ vorschlagen ist ein weiteres der vielen Führungs-Instrumente, mit denen wir an der Nase herumgeführt wurden.

Parallel dazu werden internationale Abkommen unterzeichnet, welche die Bevölkerung nie gesehen, geschweige denn gutgeheissen hat.
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