Religion?

Besten Dank für das Interesse an dieser Seite. Ich bin ein Scientologe aus der Schweiz und befasse mich seit nun über 17 Jahren mit Scientology. Vielleicht fragt ihr euch, wie ich auf den Domain-Namen „religo“ gestossen bin. Mit dieser kurzen Abhandlung versuche ich dies zu erläutern. Über das Thema Religion gibt es sehr viele verschiedene Ansichten und dieser Artikel repräsentiert meinen persönlichen Gesichtspunkt. Ich schreibe dies, nachdem ich in den letzten 17 Jahren mit über 1000 Menschen verschiedenster Bekenntnisse gesprochen habe. Ich versuchte bei diesen Gesprächen jeweils, meinen eigenen Horizont zu erweitern und deren Gesichtspunkt über Religion zu verstehen. Den bisher umfassendsten Gesichtspunkt über Religion fand ich in einer Abhandlung von Fumio Sawada. Daher werde ich nach der Beschreibung meines eigenen Gesichtspunkt auch auf die Abhandlung von Fumio Sawada eingehen. Falls jemand zu diesem Thema einen Komentar abgeben möchte, kann er dies gerne machen. Die Kommentare sollten konstruktiv sein und zu diesem Thema passen. Ich persönlich werde auch ab und zu einen Kommentar über meine Gespräche mit Menschen aus anderen Religions-Richtungen schreiben.

Das Wort RELIGO besteht aus “re” und “ligo”, beides aus dem Latein.

RE: bedeutet “wieder” oder “zurück”

LIGO: bedeutet “ich verbinde” oder einfach “ich binde”

Das Wort “RELIGO” wird zwar nicht als Ursprung des Wortes Religion (religio) angesehen, aus meiner Sicht wäre dies jedoch passender. Religion ist aus meiner Sicht, egal welcher Konfession oder Religion jemand angehört, die Art und Weise wie jemand sich Gott oder der Schöpfung und somit dem Ursprung annähert – sich “WIEDER MIT IHM ZU VERBINDEN” oder “ZU VEREINEN” sucht.

Das Wort RELIGIO (wenn man den Wörterbüchern glauben will) das als Herkunft für Religion gilt, bedeutet quasi das Gegenteil. Es wird unter anderem mit “Gottesfurcht” definiert. Wenn man sich das etwas genauer anschaut würde es bedeuten dass jemand dann religiös ist, wenn er in Furcht vor Gott lebt.
Ich weiss nicht wie es bei euch ist, wenn ich Angst vor einer Sache habe, dann habe ich die Neigung mich davon zu entfernen.
Wenn ich neugierig bin und Interesse daran habe mehr über eine Sache zu erfahren, gehe ich näher an eine Sache heran.
Auf diesem Blog möchte ich meine Religion Scientology allen interessierten Menschen näher vorstellen. Unter meiner Religion verstehe ich meinen Weg zur Selbstentdeckung, mein Weg wie ich mich mit dem Ursprung, dem Schöpfer wieder-verbinde um geistige Freiheit zu erlangen. An sich zu arbeiten und mehr über den Menschen und das Leben herauszufinden, Sinnfragen zu stellen und diese mehr und mehr beantwortet zu erhalten, das erlangte Wissen an andere weiterzugeben, das ist für mich das was einen religiösen Menschen ausmacht. Das ist das was Scientology für mich ist.

Ein anderes Thema dieses Blogs werden die Medien-Schlagzeilen rund um Scientology sein. Prinzipiell werdet ihr hier nur etwas über Celebritys hören, nachdem diese bereits in den Medien oder von Kritikern durch den Kakao gezogen wurden. Wer mir also den Vorwurf macht, ich wolle mich mit der Erwähnung von Stars und Sternchen bekanntmachen, sollte berücksichtigen dass dies hier wohl ziemlich der einzige deutschsprachige Blog ist, wo überhaupt jemand die teils paranoiden, teils durchgeknallten und teils einfach dümmlichen Berichte gewisser Journalisten und Kritiker aufgreift und seinen Senf dazu gibt.

(Nachfolgend findet Ihr einen Auszug aus der Einleitung der religionswissenschaftlichen Studie mit dem Titel „Scientology im Verhältnis zu anderen Religionen)

Von Fumio Sawada
Achter Träger der Geheimnisse des Yu-itsu-Shinto, der ältesten Religion Japans
Ehemaliger Direktor der Sophia-Universität in Japan, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen-Partei. Träger des ehrenden islamischen Titels des Haji. Präsident des Ahlut-Bait (A.S.) Center Japan.
Ein Sohn von ihm studiert(e)im Iran den Islam, ein weiterer Sohn studiert(e) im Vatikan.

Einleitung:
Der Verfasser ist Japaner, und in dieser Abhandlung geht es um die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Religion Scientology und anderen Religionen der Welt. Weiterhin werden die Ähnlichkeiten und Unterschiede auch insbesondere aus japanischer Perspektive beleuchtet. Daher wird der Vergleich zwischen Scientology und japanischen Religionen angestellt.
In Japan bedeutet der Begriff „Religion“: den Ursprung lehren, die Quelle des Ursprungs lehren. Diese japanische Definition gleicht möglicherweise nicht der westlichen Definition. Für diese Studie werden wir jedoch die japanische Definition verwenden. Im Hinblick auf das japanische Recht kann noch hinzugefügt werden, dass eine religiöse Organisation auch Lehren verbreiten, religiöse Zeremonien abhalten und Gemeindemitglieder ausbilden muss, um als Religion zu gelten. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, erfüllt Scientology alle diese Kriterien.
„In einem 31 Silben langen japanischen Gedicht, auch Waka genannt, heisst es: „Es gibt viele Pfade am Fusse des Berges, aber auf dem Gipfel sehen alle denselben Mond.“ Hierbei handelt es sich um ein altes Gedicht, das es bereits gab bevor das Christentum nach Japan kam. Es bezieht sich überwiegend auf die zwei Hauptreligionen in Japan, Shinto und Buddhismus, in denen gesagt wurde, dass es eigentlich irrelevant ist, zu welcher Sekte man gehört – da man sich leztlich ohnehin am selben Ort wiedertrifft. Damit sollte ausgedrückt werden: Wieso sich streiten? Aber auch, was vielleicht noch wichtiger ist: Wenn es unter den Religionen nun schon so viele Ähnlichkeiten gibt, warum sich auf die Unterschiede konzentrieren?

Die Religion Scientology ist in Japan relativ wenig bekannt, obwohl in vielen Büchereien nicht nur die Scientology-Bücher des Gründers, L. Ron Hubbard, sondern auch die Schriften der Scientology-Kirche selbst zur Verfügung stehen. Nachdem der Verfasser dreissig Bücher über das Thema gelesen hat, ist er der Meinung, dass jeder, der mehr darüber erfahren möchte, gut beraten ist, diese Bücher zu lesen.

vollständige Studie lesen

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21 Kommentare zu „Religion?

    Religo geantwortet:
    März 31, 2007 um 3:10 pm

    Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einer nichtreligiösen Person. Jedenfalls bezeichnete sie sich so. Während dem Gespräch versuchte ich heraus zu finden was sie unter „nicht religiös sein“ denn genau versteht. Nachdem wir den gemeinsamen Nenner ihrer Antipathie Religion gegenüber gefunden hatten, realisierte sie, dass sie sehr wohl religiös ist. Was bei ihr Antipathie auslöste war nicht das religiöse, sondern die andauernde Religionskritik unter anderem aus der Reihe der Sektenexperten. Irgendwann entschied sie sich einfach, sich nicht mehr mit dem Thema auseinander zu setzen, da alles so verwirrend wirkte.
    Diese Verwirrung wird von Sektenexperten sehr gezielt verursacht, um Menschen davon abzuhalten sich selbst eine Meinung zu bilden.

    Rereligo sagte:
    September 5, 2007 um 9:02 pm

    Diese Verwirrung wird von Sektenexperten sehr gezielt verursacht, um Menschen davon abzuhalten sich selbst eine Meinung zu bilden.

    Was für ein Trugschluss. Es sind die Sekten die Menschen davon abhalten ihre eigene Meinung zu bilden. Zahlt jemand Sektenexperten Geld, wenn man ihre Meinung glaubt? Hab ich noch nie gehört.. aber das Menschen ruiniert oder sogar körperlichen Schaden nehmen durch ihren Glauben an Sekten schon.

    religo sagte:
    September 6, 2007 um 7:27 pm

    Ihre Argumentation lässt keinen anderen Schluss zu, als dass Sie „Geld“ als alleinige Motivation von menschlichen Aktivitäten betrachten. Vielleicht ist dies bei Ihnen selbst so, weshalb Sie dies für alle anderen Menschen als gegeben hinsetzen.
    Können Sie sich überhaupt vorstellen, dass irgend jemand etwas nicht aus Geldmotivation macht?

    Trotzdem will ich auf den Rest Ihres Kommentars noch eingehen. Nur weil Sie etwas hören, wird es nicht wahrer. Dass Menschen ruiniert werden und körperlichen Schaden nehmen gibt es. Dies gibt es in allen Gesellschaftsschichten, in der Psychiatrie statistisch gesehen sogar am häufigsten. Dass Sie dies als Glaubensproblematik hinstellen zeigt, dass Sie in dieser Angelegenheit nicht pragmatisch urteilen. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand meine Vorstellung Scientology gegenüber nicht teilt. Wie sieht dies bei Ihnen aus? Sind Sie dazu in der Lage?

    Meteora sagte:
    Oktober 8, 2008 um 5:34 pm

    Religion ist etwas für Leute, die das Unwissen dem Wissen vorziehen und lieber einfach blind etwas glauben als den Dingen auf den Grund zu gehen. Wissenschaft ist eine anstrengende Disziplin, welche die Neugier befriedigt und sich dem Fortschritt verpflichtet fühlt. Damit kann man Kreationisten und andere religiöse Menschen, die vorallem Geborgenheit suchen nicht abholen.

    religo sagte:
    Oktober 10, 2008 um 6:14 pm

    Die philosophisch-religiöse Sicht des Universums, welche Sie vorschnell als unwissenschaftlich abtun, hat nichts mit Geborgenheit zu tun.
    Es hat mit dem extrapolieren des Gesetzes von Ursache und Wirkung zu tun. Wenn man glaubt, dass die Entstehung des Universums als „Schöpfung“ zu betrachten ist, stimmt dies einfach mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung überein. Genauso wie Sie damit übereinstimmen, dass die Masoalahalle im Zoo von Zürich von einer „Intelligenz“ erschaffen wurde, obwohl Sie den Bau nicht selbst beobachtet haben. Dem gegenüber ist der Glaube an eine zufällige „Entstehung“ des Universums ohne vorhergehende Ursache, reiner Aberglaube in der Art des Spaghetti-Monsters.

    Michse sagte:
    Januar 2, 2009 um 3:37 pm

    „Wenn man glaubt, dass die Entstehung des Universums als “Schöpfung” zu betrachten ist, stimmt dies einfach mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung überein.“

    Im Gegenteil. Genau die Schöpfung widerspricht der Kausalität. Denn wer will hier etwas geschaffen haben? Wenn die Wirkung die Entstehung aller Dinge war.. was war dann die Ursache? Ein Eingriff eines höheren Wesens? Und wo kommt dieses Wesen her? Wurde es auch „geschaffen“? ODer ist es irgendwann einfach aufgeploppt?

    religo sagte:
    Januar 3, 2009 um 9:01 am

    Sie haben meinen Vergleich mit der Masoalahalle nicht berücksichtigt oder nicht verstanden.

    Der Ursprung der Wissenschaft findet sich in der klassischen Poesie und nicht in der Mathematik wie Sie offensichtlich zu glauben denken.
    Befassen Sie sich mal etwas mit der „Weltharmonik“ von Johannes Kepler und wenden Sie das was Sie auf der Brights Seite unter „Kritizismus“ lesen können diesbezüglich auf Ihr eigenes Denken an.

    Michse sagte:
    Januar 4, 2009 um 1:58 am

    Kepler war Theologe im 16. Jahrhundert.. Hätte er nicht irgendetwas „größeres“ in seinen Büchern genannt wäre er wohl mehr als nur exkommuniziert worden. Seine Äußerungen in der Harmonice mundi wurden bereits mehrfach wiederlegt. Und das schon vor über 150 Jahren. Also zu einer Zeit in der an Scientologie noch niemand gedacht

      religo sagte:
      Januar 4, 2009 um 9:51 pm

      Ja und schön im Zeichen des Mainstreams brauchen Sie sich keine eigenen Gedanken zu Kepler zu machen, Hauptsache die heute „akzeptierte“ Meinung sagt aus, dass Keplers Thesen vor 150 Jahren widerlegt wurden. Ich sagte bloss dass Sie sich mal mit der Weltharmonik befassen sollten, nicht dass Sie an „widerlegte Thesen“ glauben sollen. Selber Gedanken machen ist gefragt.

    Dencka sagte:
    März 7, 2009 um 10:34 pm

    Auch auf die Gefahr hin, daß dieser Beitrag zwischen zwei Blog-Themen sitzen sollte:

    Wenn ich das so richtig verstanden habe, ist ein Weg, der ‚Religon‘ Scientology beizutreten, die Durchführung des 200-Fragen-Tests, der dann *ausgewertet‘ wird. Anschließend erfolgt irgendwann ein Auditing am E-meter und dann ‚weiterführende‘ Seminare mit vielen weiteren Auditings, Rundowns usw.

    Weder der Test noch das Auditing, die ja beide mehr oder weniger feste Bestandteile von Scientology/Dianetik sind, haben etwas mit Religion zu tun.

    Die anerkannten Kirchen, zu denen Scientology ja auch gehören möchte, gehen nicht auf ‚Seelenfang‘, indem sie Fragebögen nach dem persönlichen Befinden ausfüllen lassen, um sich nach deren Auswertung dann als ‚Seelenretter‘ zu präsentieren, um gleich anschließend Seminare usw. zum Erreichen des ‚höchsten Seelenheils‘ zu verkaufen.

    Auch das Auditing hat in seinem Ablauf keinerlei Ähnlichkeit mit irgendeiner Form von ‚Gottesdienst‘, denn mir ist zB in der evangelischen bzw. katholischen Kirche keine Praktik bekannt, bei der ein Gläubiger irgendwelche Dinge in die Hand nehmen und sehr persönliche Fragen über seine (tatsächlichen oder nur gedachten) Leben beantworten muß, um dadurch eine Nadel in der Mitte zu halten, während alle Antworten protokolliert und aufbewahrt werden; hierzu sei auch noch das Stichwort Beichtgeheimnis kurz erwähnt, was es so bei Scientology dann ja nicht geben kann.

    Abschließend bemerkt sieht es anscheinend so aus, als hätte sich LRH beim ‚Erschaffen‘ seiner ‚Religion‘ doch extrem von den so sehr verhassten Psychologen inspirieren lassen, denn grade das Auditing hält sich grundsätzlich doch sehr an die ‚klassische‘ Methode des Herrn Freud (

    nur wurde die Couch diesmal weggelassen 😉 )

    So gesehen könnte dann auch die Psychiatrie für sich beanspruchen, eine Religion zu sein…

      religo sagte:
      März 12, 2009 um 8:12 pm

      Hallo Dencka
      Ich habe wirklich nicht den Eindruck, dass du da alles richtig verstanden hast. Jedenfalls beurteilst du Dinge doch etwas zu oberflächlich.
      Nach deiner simplen Logik könnte man „Wein trinken“ und „Brot essen“ religiös nennen (Abendmahl). Man kann auch eine Messe/Predigt darauf reduzieren „ein Vortrag zu sein“, was es grundsätzlich ja auch ist, dann wäre entweder jede Predigt nicht religiös, oder alle Vorträge religiös. Wenn ich sage, dass „Wein trinken“ und „Brot essen“ nichts mit Religion zu tun hat, könnte ich danach gemäss deiner Logik argumentieren, dass das Abendmahl nichts mit Religion zu tun habe.

      Der Persönlichkeitstest:
      Nicht der Test als solches, sondern das mit dem Auswertungsgespräch einhergehende Ziel entscheidet darüber, ob es sich um eine religiöse Aktivität handelt oder nicht.
      Wenn ich persönlich mit jemandem ein Auswertungsgespräch durchführe, dann habe ich das Ziel, dass die Person danach ein grösseres Bewusstsein über sich selbst, seine Verhaltensweisen, seine Ziele und Wünsche, sowie einen erweiterten Gesichtspunkt über seine eigene Existenz hat. Dieses Ziel kommuniziere ich auch jeweils der Person mit welcher ich ein Auswertungsgespräch durchführe.

      Auditing:
      Auditing ist wie du korrekt sagst, ein fester Bestandteil der Scientology-Religion. Leider sagst du nicht weshalb Auditing deiner Meinung nach nichts mit Religion zu tun hat, du machst bloss eine Aussage. Da könnte ich nach dieser Logik ja auch sagen, „sprechen hat nichts mit Religion zu tun“ und danach davon ableiten dass „laut zu beten“ nichts mit Religion zu tun habe. Dies wäre sogar besser begründet als deine Aussage. Denn deine Aussage ist auf der Ebene von „beten hat nichts mit Religion zu tun, Punkt!“
      Im Auditing geht es darum ein grösseres Bewusstsein über sich selbst, die eigene geistige Natur oder einfach ausgedrückt über das Leben selbst zu erlangen. Die Grundlage des Auditings ist, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist. Der wirkliche gemeinsame Nenner aller Religionen ist meiner Ansicht nach der, dass jede Religion sich in der einten oder anderen Form mit der geistigen Existenz des Menschen befasst, mit demjenigen Teil, der nicht biologisch-materialisitsch erklärt werden kann. Im Gegensatz dazu definiert die heutige Psychologie und Psychiatrie den Menschen auf einer „Reiz-Reaktions-Basis“ als etwas, das keinen Willen und grundsätzlich auch keine Entscheidungsfreiheit hat und vereinfacht gesagt wie ein Tier seinen Triebe unterworfen ist. Dies beantwortet für dich hoffentlich auch den letzten Teil deines Kommentars.

      Die anerkannten Kirchen gewinnen vielleicht nicht auf die gleiche Art Mitglieder wie Scientology. Mit der Bibel selbst scheinst du jedoch nicht sehr bewandert zu sein. Jesus selbst sagte den Fischern dass Sie nun anstelle zu fischen „Menschenfänger“ seien und das Wort Gottes verbreiten sollen (Lukas Evangelium). Wieso du deinen eigenen Widerspruch beim schreiben des Kommentars nicht gesehen hast, verstehe ich zwar nicht recht. Du verwendest selbst abwertend das Wort „Seelenretter“ im Zusammenhang mit Scientology, siehst aber offensichtlich nicht, dass gerade dieses Wort im Christentum eine zutiefst religiöse Bedeutung hat. Ja, das Ziel von Auditing ist geistige Freiheit, Scientology ist eine Erlösungsreligion, jedoch nicht eine die sich auf das Christentum beruft, obwohl in einigen Aspekten durchaus Gemeinsamkeiten zu finden sind.
      Übrigens kann man auch in vielen der katholischen oder evangelischen Kirchgemeinden irgendwelche bezahlten Seminare oder Kurse besuchen. Zudem hast du offensichtlich keine Ahnung darüber, dass tatsächlich jeder Scientology-Auditor dem Beichtgeheimnis untersteht. Desweiteren kann niemand an Auditing teilnehmen, der dies nicht von sich aus selber wünscht. Vielleicht muss kein Katholik beichten (da bin ich aber nicht so sicher), aber ganz sicher bin ich, dass niemand an Auditing teilnehmen muss, der dies nicht wirklich selber will.

    Michel sagte:
    Oktober 28, 2009 um 9:18 pm

    …eigentlich keine „Antwort“…
    Ich bin durch Zufall auf die Seite gestossen – nach allerlei „Meldungen“, die die Tage durch die Medien schwirren. Machen einen schon kirre!
    Insofern: Danke für die Seite, werd mich vertiefen, wenn ich die Zeit finde.
    Und weiter empfehlen!
    Aber die Bestätigung sollte, musste jetzt mal sein!!
    vwd

      religo sagte:
      Oktober 30, 2009 um 6:35 pm

      Hallo Michel
      Herzlichen Dank für die Bestätigung. 🙂
      Ja, gerade jetzt gibt es ja wieder einiges was erzählt wird. Langweilig wirds mir jedenfalls nicht.
      Gruss aus der Schweiz
      Dirk Leinher

    Chris sagte:
    Januar 1, 2010 um 2:33 pm

    Hallo

    Ich finde das eine sehr interessante Seite. Habe auch das Buch Dianetik gelesen und finde es wirklich einen sehr Interessanten Anhaltspunkt.
    Im Internet gibt es ja Haufenweise Material zum Thema Scientology. Und ich finde wenn man das ganze mal ein wenig hinterfragt merkt man recht schnell das es eigentlich den Medien nur darum geht die Scientology schlecht zu machen. Sachliche Beiträge welche Neutral gestaltet sind, sind schwer zu finden.

    Gruss
    Chris

    Dave sagte:
    Januar 17, 2010 um 4:47 pm

    Dianetik ist laut Hubbard eine exakte Wissenschaft des Verstandes.
    Genau hier möchte ich eine Debatte anknüpfen. Nach dem lesen von Dianetik stellte ich mir die Frage: „Ist Dianetik tatsächlich eine Wissenschaft oder nur ein Gedankenkonstrukt?“

    Hubbard macht kein Geheimnis daraus, dass Dianetik keine Theorie, sondern eine Wissenschaft ist. Unzählige male verweist er in seinem Buch darauf, dass alles auf seiner Grundlage von Forschungen und Experimenten nachgewiesen worden sei.

    Doch wo sind die tatsächlichen wissenschaftlichen Beweise? Wo sind die konkreten Auswertungen? Behauptungen aufzustellen ist keine Kunst, doch wo sind die greifbaren wissenschaftlichen Nachweise, die Hubbard folglich vorzuweisen hat, sofern es sich tatsächlich um eine Wissenschaft handelt?
    Wenn Hubbard behauptet, dass ein Clear eine optimale Person ist, deren Intelligenz wesentlich höher sei, so fragt sich der Leser doch, wo die entsprechenden Vergleichsuntersuchungen vorzufinden sind?
    Zitat: „Man kann einen Clear auf alle Psychosen, Neurosen, Zwänge, und Verdrängungen testen und ihn auf alle autogenen Krankheiten prüfen, auf die als psychosomatisches Leiden
    Verwiesen wird. Diese Tests bestätigen, dass der Clear von solchen Leiden oder Aberrationen völlig frei ist“.
    Erneut: Wo sind die Belege? Wie kann diese Behauptung haltbar sein?

    Ich könnte noch viele Beispiele aus dem Buch zitieren, doch meine Kernaussage bleibt:
    Dianetik ist eine selbsternannte Wissenschaft, die nur aus Behauptungen besteht und jeglichen Beweisen schuldig bleibt.

    Ob Dianetik nun für den einzelnen funktioniert oder nicht, diese Tatsache kann nicht ignoriert werden.

    Eine letzte Anmerkung. Wenn sich die Dianetik unter dem Aspekt der Wissenschaft als ein Teilgebiet der Scientology versteht, wie kann überhaupt Religion und Wissenschaft miteinander vereinbar sein?

    Mit freundlichen Grüßen

    Dave

      religo sagte:
      Januar 18, 2010 um 8:50 pm

      Hallo Dave
      Dianetik darf für dich weiterhin eine selbsternannte Wissenschaft sein, ich habe kein Problem damit.
      Du möchstest einerseits eine Debatte darüber ob Dianetik eine Wissenschaft oder ein Gedankenkonstrukt ist, hast dir andererseits anscheinend aber bereits abschliessend die Antwort darauf gegeben. Da ich kein Problem mit deiner Vorstellung über Dianetik habe, ich selbst jedoch eine andere Ansicht über Dianetik habe und auch nicht die Möglichkeit habe dir die verlangten Beweise zu liefern, erübrigt sich die Angelegenheit. Nenne es Gedankenkonstrukt, wie du willst. Beachte aber auch, dass der Mensch ohne „Gedankenkonstrukte“ nie hätte über das Niveau eines Insektes hinauswachsen können. Für mich ist es eine funktionierende Methode um jemandem zu helfen, welcher unter negativen Auswirkungen vergangener Erfahrungen leidet. Da ich selber auch Dianetik an anderen Menschen anwende, habe ich für mich selbst zur Genüge gesehen, dass Dianetik funktioniert. Einen weiteren Anspruch an Dianetik habe ich persönlich nicht. Und genau nach dem Satzteil „Ob Dianetik nun für den einzelnen funktioniert oder nicht,(..)“ hört meine Anforderung an Dianetik auf. Also genau bei dem Komma, wo bei dir Die Anforderung an Dianetik beginnt. Ob es dir gefällt oder nicht, ich pfeife darauf ob es wissenschaftlich anerkannt ist oder nicht. Genauso pfeife ich auf die „Wissenschaftlichkeit“ welche mir empfahl meine Gallenblase operativ zu entfernen, da es keine andere Möglichkeit gebe die Gallensteine loszuwerden. Ich nutzte dazu auch nicht Dianetik, es reichte völlig aus einen Tip eines schweizerischen Naturheilarztes namens „Vogel“ auszuprobieren und seit nunmehr 8 Jahren null!! Beschwerden zu haben. Ich pfeife darauf ob seine Methoden je „wissenschaftlich belegt“ wurden, sie funktionierten trotzdem.
      Zudem wurde durch eine spätere Ultraschall-Untersuchung aufgrund einer anderen Angelegenheit doch noch „wissenschaftlich festgehalten“, dass die Gallenblase nun „unauffällig erscheine“, obwohl Jahre vorher das „wissenschaftliche Urteil“ lautete, dass nur die Entfernung der „mit Konkrementen prall gefüllten Gallenblase“ das Problem beheben könne.
      Was soll’s. Soll ich nun über die Unwissenschaftlichkeit der Schulmedizin streiten, oder mich darüber freuen dass ich die Steine ohne Operation mittels etwa 6dl Olivenoel loswurde? Es funktionierte, das ist mein Anspruch. Und wenn ich und mein Kollege heute ein etwas zu fettiges Essen hatten, beobachte ich, dass ich keine Verdauungsprobleme habe, er jedoch seit der Gallenblasenoperation nach so einem Mahl regelmässig Schwierigkeiten hat. Ich denke dass sich sehr viele der heutigen Probleme mit diesem praktischen Gesichtspunkt lösen lassen würden, Wissenschaftlichkeit hin oder her.
      Dies ist nun alles andere als ein Plädoyer gegen die Schulmedizin, sondern bloss gegen die von dir bemühte Autoritätsgläubigkeit, welche recht ausgeprägt zu sein scheint. Wärst du in einer Zeit geboren wo die „damals anerkannte Wissenschaft/die damalige Autorität“ sagte, „dass nur Frauen an Hysterie leiden können, da nur Frauen eine Gebärmutter haben“ wärst du wohl auch dort der Autorität aufgesessen.
      Der Unterschied zwischen dir und mir ist meiner Ansicht nach das Folgende: Ich meinerseits kann selber zwar nicht „wissenschaftlich beweisen“ dass Dianetik eine Wissenschaft ist, ich kann Dianetik jedoch erfolgreich an anderen Menschen anwenden. Du deinerseits kannst jedoch weder selbst belegen dass Dianetik nicht funktioniert, noch kannst du selbst irgendeinen wissenschaftlichen Beweis erbringen (selbst erbracht) dass sich etwas anders als in Dianetik beschrieben verhält.
      Religion und Wissenschaft: Ich vermute dass du da Wissenschaft mit Atheismus verwechselst, oder zumindest Religion mit Glaube durcheinander bringst, jedenfalls verstehe ich nicht weshalb Religion und Wissenschaft nicht miteinander vereinbar sein sollten.

      Mark sagte:
      April 9, 2010 um 11:48 am

      Hubbard schreibt gleich am Anfang des Buches, dass es sich um eine Aufzeichnung seiner Beobachtungen handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Ob man diese Beobachtungen nachvollziehen kann, bleibt dem Leser völlig freigestellt.

    Diana sagte:
    Februar 17, 2010 um 6:50 am

    Hallo Religo

    da bin ich nochmal, mit einer oder zwei Fragen 🙂
    Ich hoffe dass es ok ist, hier zu fragen.
    Falls nicht, dann werde ich ja sehen, ob dus freischaltest oder nicht.

    Man findet soviel bei Google über Scientology.
    Aber fast NUR Kritikerseiten, das ist schade.
    Gibt es denn nicht noch mehr solcher Seiten wie deine?
    Oder Foren?
    Ich kenne nur ein Forum, woher ich auch den Link deiner Seite habe.

    Ich kenne auch viele offiziele Scientology-HPs, aber mich interessieren viel mehr solche privaten Seiten, wie diese hier.
    Weil man da eher die Ansichten der Scientologen lesen kann.

    und meine eigendliche Frage ist, man liest immer wieder, dass Scientology so teuer sein soll, dass man sich dabei hochverschulden kann und wenn man kein Geld auftreiben kann, sollte man am besten einen Kredit aufnehmen.
    Das wäre natürlich total Unethisch!
    und das macht mir persönlich angst, in einer Org zu gehen um rauszukriegen ob es was für mich ist.

    wie steht Scientology dazu?
    Ich lese dazu immer nur Meinungen der Kritikern, aber nie etwas von Scientology/Scientologen selber.
    Vielleicht kannst du mich da aufklären, ich wäre dankbar 🙂

    Gruß Diana

      religo sagte:
      Februar 18, 2010 um 6:55 pm

      Wenn jemand einen Kredit aufnimmt, dann muss er dies selbst verantworten. Ich sehe so viele Menschen welche angefangen vom Handy, über die Waschmaschine, den Fernseher, das Auto usw alles auf Kredit kaufen (die meisten davon sind Nichtscientologen), dass ich „Schulden/Kredite“ nicht wirklich als ein Merkmal sehe, das mit Scientology zu tun hat. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man sich seine Brücke erarbeiten soll. Entweder indem man in einer Organisation mithilft (als Staff zb) oder indem man von Anfang an jeden Teil der Lehre konsequent auf das eigenen Leben anwendet und so die eigenen Fähigkeiten erhöht und sich so auch Auditing leisten kann, was der Verbreitung und den Mitarbeitern zugute kommt.

      Du fragst wie Scientology zum Thema „Kredite aufnehmen+Schulden machen“ steht:
      Dazu empfehle ich dir den Richtlinienbrief vom 19.03.1971, Finanzserie Nr. 6 „Bohnentheorie Finanzen als Ware“ durchzulesen.

      „Die erste Regel der Finanzabteilung und jedes Tätigkeitsbereiches lautet: EINNAHMEN GRÖSSER ALS AUSGABEN.“

      Grundsätzlich sind alle Finanzrichtlinien nicht nur für Scientology als Organisation wichtig und bindend, sondern sollten auch von individuellen Scientologen auf die persönlichen Finanzen angewendet werden, was ich zum Beispiel mache. Dazu hier ein anderes Zitat:
      Richtlinienbrief vom 09.03.1972RA Ausgabe I, Finanz-Serie Nr. 11:

      Massgebliche Finanzrichtlinie
      Die massgebliche Finanzrichtlinie in jeder Organisation lautet folgendermassen:
      A. ERARBEITEN SIE EINNAHMEN
      B. Erarbeiten Sie anhand von Zuteilungen mehr erarbeitete Einnahmen, die ausgegeben werden können (Bohnentheorie)
      C. Verpflichten Sie sich nicht zu Ausgaben, die Ihre zukünftige Zahlungsfähigkeit übersteigen.
      D. Leihen Sie nie irgendwelche Geldmittel
      [….]

      Dies sind recht klare Aussagen finde ich.

      Zu anderen Links:
      Du findest auf meiner Seite einige Links zu anderen Scientologen und deren Websites.

    Topper sagte:
    Januar 14, 2011 um 12:28 pm

    In eine Religion hineingeboren werden ist gut, aber darin zu sterben schlecht.

    w|schmoP sagte:
    Januar 8, 2012 um 8:56 pm

    cool, dass du so offen bist.
    Scientologen die ich getroffen hab waren sehr verschlossen und sind fragen meinerseits grundsätzlich ausgewichen.

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