Priscilla Presley: Fake-News betreffend Scientology Zugehörigkeit


Das war wieder mal ein Lehrstück wie die Medien mit „Nichts“ Schlagzeilen erzeugen! Welche Zutaten werden benötigt um solche „Fake News“ zu produzieren?

  1. Ein bekannter Name wie in diesem Falle Priscilla Presley
  2. Eine erfundene Story welche die Aufmerksamkeit von Lesern ansprechen könnte
  3. Verblödete Medien die darauf ansprechen

Priscilla_Presley_Scientology

Da wurde also am 22.10.17 unter anderem von „Promicabana“, „Krone.at“, „Focus-online“ und auch anderen Medien, das durch die britische „Daily Mail“ verbreitete Gerücht, dass Priscilly Presley Scientology verlassen habe aufgegriffen. Während einige wenigstens die Nachricht im Nachhinein korrigierten und auch mitteilten, dass alles anders sei und Priscilla nach wie vor Mitglied sei, ist dies für Yahoo kein Thema. Auf der Website sucht man vergebens nach eine Korrektur der Meldung. Yahoo und Krone.at stellen den Titel als Tatsache dar, während Focus wenigstens das Wort „soll“ verwendet und so darauf hinweist dass es ein Gerücht sei.

Einzig VIP.de scheint da seriöser zu sein und hat nur die Meldung über die Fake-News der anderen veröffentlicht. Erstaunlich.

Europäische Akademie der Religionen: Podiumsdiskussion über Scientology


Die neu geschaffene Europäische Akademie der Religionen wurde im Juni 2017 mit einer Konferenz unter dem Titel „Ex Nihilo“ ins Leben gerufen, ein Wortspiel aus dem Lateinischen „aus dem Nichts“, das gewöhnlich im Kontext der Schöpfung verwendet wird. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, des italienischen Bildungsministeriums und anderer renommierter Institutionen nahmen an dem Programm in Bologna unter anderem tausend Wissenschaftler aus ganz Europa teil, die eine breite Palette von Disziplinen repräsentierten, die mit dem Studium der Religionen zu tun haben. Teil der Konferenz war auch eine Podiumsdiskussion zur Scientology Religion.

Wissenschaftliches Gremium über Scientology Ästhetik und Ethik
Die Diskussionsteilnehmer waren Professor Massimo Introvigne, Direktor des CESNUR (Zentrum für Studien neuer Religionen), Professor Luigi Berzano, emeritierter Professor der Abteilung für Kulturen, Politik und Gesellschaft der Universität Turin, und Professor Sylvio Calzolari, der der Theologischen Fakultät Mittelitaliens in Florenz angeschlossen ist. Tausende Gelehrte aus ganz Europa nahmen an der Eröffnungskonferenz der Europäischen Akademie der Religion in Bologna teil.

Herr Introvigne beschrieb die vielen Aspekte der Scientology, die mit den bildenden Künsten in Verbindung stehen und erklärte, dass die Scientology Schriften von L. Ron Hubbard viele Hinweise auf die Kraft der Kunst zu spiritueller Erleuchtung sowie praktische Werkzeuge für Künstler enthalten, die gewöhnlich von Scientology Künstlern verwendet werden. Er erläuterte dann die Arbeit von Scientologen, die bekannte bildende Künstler sind und die er persönlich interviewt hatte und die bekannte Künstler sind, und leitete daraus her, was aus Sicht der Scientology als „sakrale Kunst“ betrachtet werden kann. Schließlich erklärte er, dass diese künstlerische Sichtweise, die sich aus dem Wissen über Scientology ergibt, in den neuen Kirchen der Scientology, den Idealen Kirchen, entdeckt werden könne, wie beispielsweise in der Scientology Kathedrale der Flag Land Base in Clearwater, die Dutzende großartiger Kunstwerke enthält, welche die Grundsätze der Scientology Religion illustrieren. Abschließend sagte er, Scientology „schafft und pflegt eine Gemeinschaft von Künstlern und bietet mehr als nur praktischen Rat.“

Professor Luigi Berzano hielt einen Vortrag zum Thema „Scientology Raumästhetik“, basierend auf der Prämisse, dass die Natur der Ästhetik speziell und in erster Linie zu spirituellen und religiösen Formen dazugehöre, wie zum Beispiel Scientology, und dass die Sozialwissenschaft der Religion sich darauf beziehen solle. Er beschrieb die verschiedenen heiligen Orte, die man in einer Scientology Kirche finden kann und ihre Beziehung zu den heiligen Schriften und Praktiken von Hubbards Vision – einem Ort der Verehrung, der Suche und der spirituellen Freiheit. „Jeder ist der Grundstein für eine neue, bessere Welt“, sagte er.

Professor Sylvio Calzolari, der das Programm abrundete, erforschte die von L Ron Hubbard entwickelte Ethik der Scientology. „Die Mission der religiösen Ethik von Scientology ist, das Bewusstsein des Menschen zu stärken, um seinen Zustand der ethischen Harmonie wiederherzustellen“, sagte er. „Spirituelle Errettung hängt von der Selbsterkenntnis, von Beziehungen zu anderen ab (ein weiterer Hinweis auf Ethik als „Praxis“ – die Handlung des Eingreifens, Anwendens, Ausübens, Realisierens oder Praktizierens von Ideen) und das Gefühl der eigenen Zugehörigkeit zum gesamten Universum. Er beschrieb den Platz der Scientology Ethik im gesamten philosophischen System, das die Scientology bildet, und betonte die Rationalität, die er darin fand. Nach einem langen und brillanten Exposé über Scientology Lehren sagte er schließlich: „Ich bin kein Scientologe, aber ich muss sagen – nachdem ich studiert habe, was Scientology wirklich ist – bin ich ein wahrer Unterstützer.“

Das belgische Präzedenzrecht und die Bedeutung des letzten rechtlichen Gewinns von Scientology in Brüssel

Germana Carobene, Professorin an der Universität für Kanonisches Recht in Neapel, referierte über die belgische Rechtsprechung und erklärte, dass die jüngste belgische Gerichtsentscheidung über Scientology vom 11. März 2016, in der alle Scientology Kirchen sowie alle angeklagten Einzelpersonen frei gesprochen worden waren, ein wegweisendes Urteil darstelle: „eine der wichtigsten Entscheidungen für die gerichtliche Bestätigung der Religionsfreiheit“.

Leah Rimini: Halbwahrheiten, Tratsch und Lügen


Leah ReminiHundertausende von Scientologen auf der ganzen Welt engagieren sich jeden Tag für eine Vielzahl humanitärer Aktionen. Darunter Programme, die erfolgreich den Drogenkonsum eindämmen, Toleranz lehren, das Bewusstsein über die Menschenrechte steigern und die Moral anheben.

Für diesen Einsatz haben Scientologen und die Scientology Kirche unzählige Auszeichnungen, Belobigungen und Anerkennungen von Regierungen, Würdenträgern, Politikern und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten erhalten.

Jeder hat die Möglichkeit, sich auf der Internetseite http://www.scientology.de ein eigenes Bild von Scientology und den von der Kirche geförderten Programmen zu machen.

Scientology ist eine junge Religion, die in den vergangenen Jahrzehnten ein unvergleichliches Wachstum zu verzeichnen hatte, darunter die Eröffnung von mehr als 50 Idealen Scientology Kirchengebäuden auf der ganzen Welt.

Wie bei jeder Religion, Organisation oder Gruppe gibt es immer wieder Menschen, die sich plötzlich entscheiden, ihrer Gruppe den Rücken zu kehren und „auszusteigen“. Das passiert und ist auch nicht sonderlich dramatisch. Man schlägt dann eben einen anderen Lebensweg ein.

Bei neueren religiösen Bewegungen gibt aber eine besondere Art von Aussteiger. Es handelt sich um den „medialen Aussteiger“, das ist der Aussteiger, der sich die Medien zunutze macht, um von seinen eigenen Verfehlungen abzulenken und seine ehemalige Religionsgemeinschaft mit Schmutz und Unwahrheiten zu überfluten. Da das Nachrichtenmuster der Medien in erster Linie darauf aufgebaut ist, möglichst viele entsetzliche Geschichten zu produzieren – da man glaubt, dass der Leser dies so haben will – und nur schlagzeilenträchtige Aufmacher die Auflage oder Einschaltquote erhöhen, wird diesen „medialen Aussteigern“ bereitwillig eine Plattform gegeben.

So verhält es sich auch mit Leah Remini, von der in Deutschland kaum jemand wusste, dass sie Scientologin gewesen ist. Und auch wenn man es gewusst hätte, wäre ihre Meinung zu Scientology auch nicht interessant gewesen, und man hätte ihr auch kaum geglaubt, denn sie sprach ja immer positiv über Scientology (Siehe Leah Remini on Scientology auf http://www.leahreminiaftermath.com) Ab dem Zeitpunkt jedoch wo sie zur Ex-Scientologin geworden ist, wird ihr der rote Teppich ausgerollt, es wird ihr alles geglaubt was sie sagt, auch wenn es der größte Unsinn ist.

Die kurze Wahrheit über Leah Remini ist, dass sie als Scientologin gescheitert ist und nicht in der Lage war, die hohen ethischen Standards, die von einem Mitglied erwartet werden, einzuhalten. Sie ist dann zu einer kleinen Clique von Ex-Scientologen übergelaufen, die alle wegen grober Verstöße gegen kirchliche Richtlinien schon vor vielen Jahren ausgeschlossen wurden. Alle diese Ex-Scientologen verfolgen ihre eigenen Ziele. Kaum einer von Ihnen ist in der Lage, sich seinen Lebensunterhalt mit einem normalen Job zu verdienen, wie es Millionen von Menschen auf der ganzen Welt machen. Was also bleibt übrig? Sie nutzen das riesige Interesse an Scientology, um mit Horrorgeschichten – ungeachtet ihrer Unwahrheit – über ihre ehemalige Religionsgemeinschaft Geld zu verdienen – denn nur diese sind für Medien interessant.

Gleichzeitig verletzt dieses Medienformat alle erdenklichen Regeln, die verlangen, dass Fakten zuerst verifiziert werden müssen und den kritisierten Personen die Möglichkeit gegeben werden muss, Stellung zu beziehen.

Dr. Peter Schulte, Sozialwissenschafter und langjähriger Sektenbeauftragte des Tirols schrieb in seinem Buch „Neue religiöse Bewegungen“ das folgende:

„Berichte von Aussteigern sollten aufgrund der speziellen Dynamik des Ausstiegs, der narzisstischen Aufwertung durch plötzliches Expertentum (Mittelpunkt bei Talkshows und Veranstaltungen) sowie der oft fehlenden plausiblen Rekonstruktion der eigenen Vergangenheit nicht überbewertet werden. Ihre vermeintliche Repräsentativität sollte gesondert untersucht werden. Jeder Fall ist einzeln zu betrachten und verlangt nach individueller Ursachenforschung.“

Keiner kann bestreiten das bei der Schauspielerin Leah Rimini, die seit Jahren keine nennenswerten Rollen spielte, genau das passierte als Sie plötzlich die Chance sah, wieder im Rampenlicht zu stehen.

Haus der Kunst: Hetzjagd in bester Nazimanier


Das Haus der Kunst hat Mitarbeiter die Scientologen sind. Das geht natürlich gar nicht. Das tönt doch zu sehr nach entarteter Kunst. Wo kommen wir hin in Deutschland, wenn die J…, eh die Scientologen Mitarbeiter in einem solch sicherheitsrelevanten „Haus der Kunst“ angestellt sind. Nicht dass man den Scientologen irgendwelche Verfehlungen vorwerfen würde, nein nein, das spielt abbsolut doch alles keine Rolle. Manche Menschen sind eben aufgrund der Religion nicht ganz so gleich zu behandeln wie andere. Und wenns nicht mit den Menschenrechten zusammenpasst, dann wirds halt passend gemacht. Schliesslich hat Deutschland mit dem Film „Was nicht passt wird passend gemacht“ gezeigt wie kreativ man in Problemlösungsstrategien sein kann.

Der Strum im Wasserglas nimmt erstaunliche Ausmasse an. Auch nach intensiver Suche konnte ich wirklich nichts finden, das dem oder den Scientologen den wirklich vorgeworfen wird. Ausser der einen Sache, dass es sich eben um Scientologen handelt. Die Religionszugehörigkeit scheint also wieder mal auszureichen, um Menschen zu diskriminieren.

Originaltext auf der Website „hausderkunst.de“

„Das Haus der Kunst ist ein öffentliches Museum ohne eigene Sammlung und ein weltweit führendes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Es ist der Untersuchung der Geschichte und der Geschichten der zeitgenössischen Kunst verpflichtet; im Mittelpunkt stehen Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung.

Durch sein Programm unterstreicht das Haus der Kunst, dass die Entwicklungslinien der zeitgenössischen Kunst global und vielschichtig verlaufen und nicht durch geografische, konzeptuelle und kulturelle Grenzen einzuschränken sind.

Das Haus der Kunst schärft den Blick auf die zeitgenössische Kunst, indem es unterschiedliche Standpunkte einbezieht und ein interdisziplinäres Programm von höchster künstlerischer Qualität und kultureller Relevanz anbietet. So schafft es einen kritischen Kontext, um die historische Dimension des Zeitgenössischen zu untersuchen, zu definieren und zu vermitteln. „

Vielleicht wäre der Umgang mit Mitarbeitern die der „falschen Religion“ angehören auch mal ein Thema dem das „Haus der Kunst“ nachgehen könnte!

Scientology Kirche Kaoshiung in Taiwan eröffnet


Ideale Org Kaohsiung
Kaohsiung_ideal_org

In den 90er Jahren hat sich Scientology nicht nur in den Ostblockländern, sondern auch in asiatischen Ländern verbreitet. In keinem anderem Land war die Expansion von Scientology so stark wie in Taiwan. Bereits im März 2003 hat die taiwanesische Regierung die Scientology-Kirche in die Liste der anerkannten Religionsgemeinschaften (Christentum, Buddhismus, Taoismus) aufgenommen.

Heute gibt es 18 Scientology-Missionen und viele Gruppen in Taiwan u. a. in den Städten Chang-Hua, Chia-Yi, Ping-Tung, Taipei und Kaohsiung.

Am 7. Dezember 2013 wurde die 10.000 Quadratmeter große Scientology-Kirche in Kaohsiung/Taiwan im Beisein von 4.000 Scientologen, Gäste und kommunale Würdenträger eröffnet.

Das 13-stöckige Gebäude der Scientology-Kirche befindet sich an der Straße der Sieben Weisen.

Die Eröffnungsfeier der riesigen Scientology-Kirche Kaohsiung/Taiwan wurde von David Miscavige, dem Oberhaupt der Scientology-Religion, der zum ersten Mal nach Taiwan kam, eingeleitet. David Miscavige fühlte sich geehrt bei der Eröffnung anwesend zu sein und sprach über die Hoffnung vieler Scientologen, der chinesisch sprechenden Bevölkerung das Vermächtniss des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard zu bringen.

Der taiwanesische Gründungs-Scientologe Dr. Oliver Hseuh sprach ebenfalls zum Publikum. Er bedankte sich bei den Freunden und Partner der Gemeinde, insbesondere dem Amf für zivile Angelegenheiten von Kaohsiung City für die Zusammenarbeit. Dr. Oliver Hseuh kündigte verstärkte Aktivitäten im Bereich Menschenrechte, Drogenprävention und Ausbildung in Moral an um der Stadt Kaohsiung und Taiwan zu helfen.

Zu den Sprechern der Veranstaltung gehörte Liang-Chi Tan, der Berater des Präsidenten von Taiwan. Er bedankte sich für das Engagement der Scientolog-Kirche während der letzten 20 Jahre; vor allem für den Einsatz der Ehrenamtlichen Scientology-Geistlichen nach dem Mega-Erdbeben in Taiwan, welches mit dem ‚Gute Bürger, Gute Taten‘- Preis vom Präsidenten Taiwans ausgezeichnet worden ist.

Als Nächster sprach Dr. Cheng-Hsiung Huang, der Vertreter des taiwanesischen Innenministeriums, er lobte ebenfalls die die erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtliche Scientology-Geistlichen im Bereich der Drogenprävention und Durchsetzung der Menschenrechte. In Namen des Ministeriums verkündete Dr. Cheng-Hsiung Huang, dass die Scientology-Kirche jetzt den nationalen ,Excellent Religious Group Award‘ im zehnten Jahr in Folge gewonnen hat.

Unter den lokalen und natinoalen Würdenträger die bei der Eröffungsfeier der Scientology-Kirche in Kaohsiung anwesend waren befand sich die Generaldirektorin des Amtes für zivile Angelegenheiten Tzu-Wen Tseng, Stadtrat Po-Lin Huang und Lung-Hui Chung, Vorsitzender der Internationalen Stiftung für die friedliche Beseitigung von Opiumfeldern.

Scientology in Grossbritanien als Religion anerkannt


Die Scientology Kirche wurde in Grossbritanien vom obersten Gerichtshof zur Religion erklärt. Dem Entschied ging eine Klage eines Scientology Mitglieds voraus, dem verweigert wurde seine offizielle Hochzeit in der Scientology-Kirche feiern zu können.

Der Oberste Gerichtshof entschied heute Mittwoch 11.12.2013, dass Scientology als Religion einzustufen sei und dass die Räumlichkeiten der Gruppierung ein Ort religiöser Handlungen seien. Das Scientology-Mitglied hatte juristische Schritte eingeleitet, nachdem die zuständigen Behörden sich geweigert hatten, die Scientology-Kirche als Ort für ihre Hochzeit anzuerkennen. die Behörden hatten sich auf ein Urteil aus dem Jahr 1970 berufen, darin wurde festgehalten, dass Scientology-Riten keine Verehrung im religiösen Sinne enthielten.

Der Oberste Gerichtshof entschied nun einstimmig, dass dieses Urteil von einer veralteten Definition religiöser Verehrung ausgehe. Damals hieß es, diese bestehe in der „Ehrfurcht vor oder Verehrung Gottes oder eines höheren Wesens“ („reverence or veneration of God or of a Supreme Being“).

Änderung eine veralteten Religionsbegriffs
„Religion sollte nicht auf Religionen beschränkt sein, die eine höhere Gottheit kennen“, heißt es in der Urteilsbegründung des Obersten Gerichtshofs. „Das zu tun, wäre eine in der heutigen Gesellschaft nicht akzeptable Form der religiösen Diskriminierung.“ Zum Beispiel würde auch der Buddhismus – wie andere Religionen – aus einer derartigen Definition herausfallen.

Das Gericht hielt überdies fest, dass es nicht Aufgabe der Behörde sei, über „theologische oder liturgische Feinheiten“ zu urteilen und dass die Scientology-Kirche als Raum für eine Hochzeitszeremonie zuzulassen sei.

Mögliche weitere Effekte
Ob das Gerichtsurteil Auswirkungen auch auf andere Bereiche, etwa Steuervorteile für Religionsgemeinschaften hat, müsse nun geprüft werden, kündigte der für Stadt- und Gemeindeverwaltungen zuständige Staatssekretär Brandon Lewis an.

In Großbritannien können offizielle Eheschließungen im Rahmen von religiösen Zeremonien stattfinden, ohne dass das Paar noch einzeln bei der Stadtverwaltung heiraten muss. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Kirche, der Ort der Heirat und der durchführende Priester von den Behörden anerkannt sind.

Die Antwort auf die Frage, ob Scientology eine Religion ist oder nicht, hängt generell vom Ort ab, an dem sie gestellt wird. Immer wieder sind Gerichte überall auf der Welt aufgrund verschiedenster Ausgangslagen mit der Frage konfrontiert. In den USA, wo Scientology in den 1950er Jahren gegründet wurde, gilt die Gemeinschaft seit 1993 als Religion.

Die Scientology Kirche und deren Einstellung zur Beachtung von Recht und Gesetz


L. Ron Hubbard hat als Gründer der Scientology-Religion und als Autor der maßgeblichen Schriften der Scientology-Kirche immer die Befolgung staatlicher Gesetze eingefordert. Entsprechendes ist seit Jahrzehnten in den Satzungen der Kirche vermerkt. Das staatliche Recht wird damit ganz sicher nicht abgelehnt.

Alle Kirchen und Mitglieder sind aufgefordert, die Gesetze des Landes in dem sie leben und ihre Religion ausüben, zu befolgen. L. Ron Hubbard legte deshalb in einer innerkirchlichen Richtlinie fest, dass alle innerkirchlichen Handlungen und Bestimmungen, auch im Bereich des eigenen Disziplinarrechts, KEINE Gesetze eines Landes verletzen dürfen. In dem von L. Ron Hubbard verfassten „Der Weg zum Glücklichsein“ schreibt er unter der Regel Tun Sie nichts Illegales: „Wenn Sie merken, dass jemand in Ihrer Umgebung illegale Handlungen begeht, sollten Sie alles tun, was Ihnen nur möglich ist, um ihn davon abzubringen.“ Für das innerkirchliche Disziplinarrecht steht am Ende der Aufzählung innerkirchlicher Vergehen der Satz: „Nichts in diesem Kapitel soll je oder unter irgendwelchen Umständen irgendeine Verletzung der Gesetze des jeweiligen Landes oder irgendeinen absichtlichen Rechtsbruch rechtfertigen. Jeder solcher Verstoße soll den Schuldigen sowohl den gesetzlich vorgeschriebenen Strafen, also auch (innerkirchlichen) Ethik- und Rechtsmaßnahmen aussetzen“. Deutlicher kann die Oberhoheit des staatlichen Rechts im Verhältnis zum innerkirchlichen Recht wohl kaum zum Ausdruck gebracht werden.

Das hinderte trotzdem einzelne, voreingenommene Mitglieder der früheren Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages nicht, die „Abkehr von Recht und Gesetz“ und – als notwendige Begründung von Überwachungsforderungen – die angebliche „Aushöhlung des unabhängigen Gerichtswesens“ ohne irgendwelche Belege künstlich zu konstruieren. Allein die bloße Tatsache der Existenz einer innerkirchlichen, disziplinarischen Rechtsordnung wurde als „Beweis“ dafür bemüht, dass Scientology mit der staatlichen Gerichtsbarkeit und Rechtsordnung nichts am Hut habe. Das faktisch alle gesellschaftlichen Verbände und natürlich auch Religionsgemeinschaften – vom Sportverein (Beispiel DFB), den Gewerkschaften, den Parteien bis zu den Amtskirchen – über eine interne disziplinarische Rechtsordnung verfügen, genügt offenbar nicht, um den Betreibern dieser Argumentation die Absurdität ihrer Logik aufzuzeigen. Ein „Gutachter“ der besagten Enquete, der selbst früher gegen die Scientology Kirche meist vergeblich prozessiert hatte und damit alles andere als in der Sache neutral und objektiv „gutachten“ konnte, ging – aufgrund eines aus dem Zusammenhang gerissenen Zitats – sogar so weit zu behaupten, es gäbe einen Beleg, dass Scientology die bestehende Rechtsordnung „pauschal ablehnt“ und im Falle von „politischer Macht“ nur noch ihr eigenes, innerkirchliches Rechtssystem zulassen würde.

Völlig abgesehen von der Tatsache, dass die Scientology-Kirche keinerlei politische Ziele verfolgt und erst recht keine Beteiligung an „politischer Macht“ anstrebt, sondern für die Trennung von Kirche und Staat eintritt. Das Gegenteil von politischer Macht bzw. politischen Zielen ist ihr aufgrund innerkirchlicher Richtlinien (von L. Ron Hubbard) nachweisbar untersagt. Zur Bekräftigung dieser Tatsache haben die deutschen Scientology-Kirchen eine „Grundsatzerklärung für Menschenrechte und Demokratie“ (siehe www.scientology-fakten.de/scientology-kirche-deutschland-resolution-der-kirchenratsversammlung.html) im Jahre 2008 verbindlich in ihre Satzungen aufgenommen und sich von entgegen gesetzten Ansichten distanziert. Während andere Weltreligionen zum Teil heute noch ein Problem mit den Menschenrechten haben oder sie zum Teil erst in den 1960er Jahren für sich als verbindlich anerkannt haben (so z.B. das Vaticanum II der kath. Kirche), geht das Glaubensbekenntnis der Scientology-Kirche mit Gründung der ersten Scientology-Kirche im Jahre 1954 sofort von der Gott gegebenen Gleichberechtigung aller Menschen und ihrer Seelen aus. Gleichzeitig verlangte die Scientology-Kirche hierin implizit und in späteren hierauf aufbauenden internen Kodizes entsprechend, verbindlich und ausdrücklich spätestens seit 1969, von den Mitgliedern die Beachtung und Förderung der Menschenrechte und die Befolgung des Grundsatzes „des gleichen Rechts für alle“. Weder L. Ron Hubbard, noch die Scientology-Kirche in Deutschland oder in sonst einem Land dieser Welt, haben je die Befolgung staatlicher Gesetze in Frage gestellt oder die bestehende Rechtsordnung abgelehnt. Das innerkirchliche Disziplinarsystem ist, wie bei vielen anderen Vereinen oder Religionsgemeinschaften auch, nur für interne disziplinarische Angelegenheiten zuständig oder als Schlichtungsstelle für zivilrechtliche Angelegenheiten unter Mitgliedern und – das Einverständnis der Streitparteien eines derartigen Verfahrens vorausgesetzt – auch zwischen einem Mitglied und einem Nicht-Mitglied. Diese Schlichtungsstelle dient letztlich auch der Entlastung der Zivilgerichte. Alle solchen zivilrechtlichen Angelegenheiten werden – dem Charakter der Schlichtungsstelle entsprechend – von einem Kaplan der Scientology-Kirche geleitet. Rechtsanwälte sind in solchen Verfahren grundsätzlich zugelassen, auch wenn so genannte „Experten“ anderer Meinung sind. Jedes „weltliche“ Vergehen im Sinne des Strafgesetzbuches wird im innerkirchlichen Rechtssystem lediglich mit Hinblick auf die Folgen für die Mitgliedschaftsrechte der oder des Betreffenden verhandelt. Darüber hinaus untersteht die Person den üblichen Rechtsverfahren im jeweiligen Land. Zum Vergleich müssten eher die existierenden innerkirchlichen Rechtssysteme aller Weltreligionen, hinsichtlich ihrer tatsächlichen Schnittstellen mit dem jeweiligen staatlichen Rechtssystem, weit mehr Anlass zur Besorgnis geben, als die innerkirchlichen Disziplinarverfahren der Scientology-Kirche. Ob man nun auf die innerkirchliche Rechtsordnung der Amtskirchen (dort sogar als „Amtszucht“ bezeichnet) in Deutschland blickt, die Sharia-Praktiken im Islam oder auch die Religionsgerichte im Judentum, die z.B. exklusiv für Scheidungen zuständig sind: Alle Weltreligionen ergänzen durch eigene interne Rechtsverfahren Teile der weltlichen Rechtsordnung. Die Scientology-Kirche verhält sich damit völlig innerhalb der üblichen und anerkannten Traditionen von Verbänden und Religionsgemeinschaften. Dies gilt auch für die erwähnten, internen Schlichtungsverfahren. Sie entlasten nicht nur die staatlichen Gerichte, sondern werden heutzutage zum Teil sogar in einigen Bundesländern als notwendige Prozessvoraussetzung für die Erhebung von Klagen vor den ordentlichen Gerichten bereits gesetzlich VERLANGT. Dass die Scientology-Kirche solche Verfahren intern als günstiger, einfacher und schneller propagiert als Verfahren vor ordentlichen Gerichten, kann im Zeitalter der „Mediation“ schwerlich als Gefährdung des Rechtsstaates klassifiziert werden, auch wenn dies manche voreingenommenen „Experten“ so konstruieren und sehen wollen. Der Wahrheit sind sie mit ihren gefärbten Meinungen damit nicht näher gekommen. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Prof. Dr. Arnd Diringer hat eine Professur für Zivil- und Strafrecht an der Hochschule Ludwigsburg inne und leitet dort die Forschungsstelle für Personal und Arbeitsrecht. Er hat über Scientology promoviert und führt derzeit ein Forschungsprojekt über “Glaube und Ethik der Scientology” durch. Ich bin gespannt, ob es ihm gelingt eine unabhängige, wissenschaftliche Arbeit durchzuführen, oder ob er wie viele andere einfach das schreibt was man bereits vor 30 Jahren über Scientology schrieb.