Blick

Tatort ohne Verbrechen: Sofia Milos und Scientology

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Blick Scientology und Sofia Milos

Sofia Milos (39) ist schön, erfolgreich und verzaubert bald an der Seite von Stefan Gubser (52) in «Tatort» die SF-Zuschauer.

So der Text im Blick, welcher jedoch ein düsteres Ziel hat. Bereits im Untertitel suggerieren die zwei Blick-Journalisten Samuel Bürgler und Aurelia Forrer, dass Sofia Milos ein Geheimnis habe, nein schlimmer ein „dunkles“ noch dazu, welches in Wirklichkeit aber weder dunkel noch ein Geheimnis ist. Im Gegenteil: Blick selbst hat ein Geheimnis nicht Sofia Milos, welche sich ja zu Scientology bekennt. Es geht im Artikel einzig und alleine um die gross angelegte Reaktivierung der eingeschlafenen Kontroverse rund um Scientology. Der Name Tom Cruise wie auch ein überaus „beruhigendes“ Zitat von unserem nationalen Tagi – Sekten Guru Hugo Stamm, dürfen da natürlich nicht fehlen. In diesem Zitat macht Hugo auf Angst, während er gleichzeitig Scientology vorwirft „Angstmacherei“ zu betreiben. Aber solche Manipulationen sind für ihn tägliches Brot, er schafft auch mal locker eine 380° Halskehre mit doppelter Schraube ohne sich was auszurenken. 😉

Obwohl Sofia Milos sich gegenüber BLICK nicht zu ihrer Religionszugehörigkeit äussern wollte und so zu Recht dem Urteil „Werbung für Scientology zu machen“ vorerst entgehen konnte, wurden die Sektenjäger natürlich fündig. „Der Star mit griechischen Wurzeln (Achtung Anmerkung: Schuldenkrise Griechenland’s = alle Griechen haben Schulden, lässt grüssen) werbe jedoch auf ihrer Website für die Gemeinschaft“ Darauf gab es dann nochmals eine Lektion in „Stamm’scher Menschenkenntnis“ wo er aufgrund der Website http://www.sofiamilos.com das natürlich absolute, nicht anzweifelbare pathologische Urteil fällte, dass Sofia Milos hochgradig verblendet sei. Als Begründung musste ein auf der Website gefundener Link auf eine Website der Scientology herhalten.

Obwohl Milos noch nicht im «Tatort» zu sehen sei, habe der BLICK doch tatsächlich bereits einen BLICK-Leser gefunden, welcher sich äusserst besorgt darüber zeige, dass Milos eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Plattform als Werbeträgerin erhalte. Hat der Blick sowenig Leser, dass eine einzige Reaktion herhalten muss?
Offensichtlich ist sich wenigstens der Leiter Fernsehfilm und Serie SF, Peter Studhalter bewusst, dass in der Schweiz die Menschenrechte geachtete werden müssen, er liess sich wie folgt zitieren:

Wir wussten, dass Sofia Milos Mitglied von Scientology ist. Dies ist Teil ihres Privatlebens und hat nichts mit ihrer Rolle in ‹Tatort› zu tun. Deshalb wird sie dazu keine Auskunft geben.

Fazit: Kein Verbrechen weit und breit in Sicht, Hauptsache der Blick hatte ne Story mit welcher man die Menschen zum Kauf des Blicks bewegen konnte.

Blick gegen Kumquats-Puppen, ein ungleicher Kampf

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Die Handspielpuppen „Kumquats“ erfreuen wohl das Herz von jedem Kind. In Zeiten wo „verantwortungsvolle“ Psychologen schon mal auch Gewaltvideospiele als „pädagogisch“ wertvoll bezeichnen, sollte sich glaub niemand vor einer Handspielpuppe fürchten müssen.
Der Blick sieht das in einem Online-Artikel vom 11.12.09 jedoch anders. In bester „Abflussrohr“ Manier (zum besseren Verständnis bitte den Artikel Die bizzaren Sünden des „Blicks“ gegenüber Katie Holmes lesen), verwendet er die mit viel Herz kreierten Puppen um einen reisserischen Artikel über Scientology zu produzieren. Was die Kumquats-Puppen gemäss Blick so alles auf dem Kerbholz haben, lässt das Herz eines jeden Inquisitors höher schlagen.

Die Idee, dass jemand in unserer zivilisierten Gesellschaft allein aufgrund seiner Religionszugehörigkeit seinen Arbeitsplatz oder sein Einkommen verlieren könnte, ist verständlicherweise für die meisten von uns abscheulich. Genau solche Versuche werden durch Artikel wie denjenigen über die Puppen unterstützt, wenn er den Verkauf der qualitativ sehr hochstehenden Kumquats-Puppen durch eine Schmierenkampagne sondergleichen sabotiert.
Lesen Sie hier wie die ganze Story entstand, welche Lügen verwendet werden und was die „Sekteninfo NRW“ dazu eidesstaatlich versichert. Ein Lehrstück für moralisch fragwürdige Journalisten, zu denen ich Frau Martina Kleinsimlinghaus von der Bild Zeitung auch zähle.

Eidestaatliche Erklärung der Sekten Info NRW
Sekten Info NRW

Scientology Diät für Suri Cruise oder Narrenfreiheit der Medien?

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Ach wie bizzar und unverständlich es doch bei den Scientologen zu und her geht. Die dreijährige Suri Cruise, Tochter von Tom Cruise und Katie Holmes, muss gemäss unseren verantwortungsvollen und wahrheitsliebenden Medien  eine strenge Diät erdulden. Dabei ging nicht vergessen zu erwähnen, dass dieses „Wissen“ von einem „Insider“ stamme, der natürlich nicht genannt werden will.  Während bei uns das reglementierte Pausenbrot Schlagzeilen machte, muss die kleine Suri gemäss Medien etwas viel Verrückteres machen. Sie soll gemäss diesem über alle Zweifel erhabenen, völlig glaubwürdigen Insider eine „kohlenhydratarme, zuckerarme organische Diät“ über sich ergehen lassen müssen. Wie schrecklich und barbarisch, finden Sie nicht auch? Wir leben doch ganz gut mit dem enormen Zuckerkonsum, den vielen Pomme Frites mit Ketchup und den Teigwaren. Pommes, Zucker und Teigwaren sind doch nun wirklich die Top Empfehlung  modernster Ernährungswissenschaft und da kommen einfach Eltern daher und wollen dies nicht mitmachen.

Aber gut dass es den Blick gibt, welcher diese kuriosen Machenschaften schonungslos aufdeckt und ins richtige Licht rückt. Das geht ja nun wirklich zuweit, was denken denn nur die Hersteller von Gummibärchen, Ketchup und den geliebten Pommes, wenn diese verrückte Diät Kreise ziehen würde und unsere Kinder etwa in der Pause anstelle von Gummibärchen eine Karotte oder einen Apfel essen würden. Was wäre das bloss für ein Zustand, wenn anstelle eines Schokoriegels oder der „absolut gesunden“ Milchschnitte eine organische Tasse rohe Milch getrunken würde. Dies sogar noch ohne gesüsstes Kakaopulver. Nein das ist ja wirklich fast pervers, sich so etwas auch nur vorzustellen. Ja diese kohlenhydratarme, zuckerarme organische Diät die Suri durchmachen muss ist geradezu menschenverachtend wenn man sich ansieht, wie die Aktionäre der Firmen die Fertignahrungsmittel anbieten leiden müssten, wenn die Kinder sich plötzlich alle gesund ernährten und sich nicht nur lauter tote Nahrung einverleiben würden…. Die Antwort auf die Frage im Titel ist schnell gegeben: Narrenfreiheit der Medien!

Nachtrag vom 02.06.2009:
Auch heute hat wieder ein Narr versucht, die Menschen zum Narren zu halten. Auch diesesmal ging es um Suri Cruise, jedoch nicht um eine „Diät“ wie oben…, nein, nein!! Dieses Mal war es etwas, was wirklich und wahrhaftig nicht schönzureden ist. Das ging eindeutig zu weit. Wie schlimm die Eltern von Suri doch sein müssen. Da lassen Sie ein dreijähriges Kind nicht mal alleine beim Tanzunterricht, sondern die Mutter Katie Holmes begleitet das Kind und nimmt es danach wieder mit nach Hause. Keine Chance für unsere kleine dreijährige Suri, mit den Tanzfreunden noch etwas rumzuhängen oder vielleicht gar auf einen Schluck in ne Bar zu gehen. Da muss ja wirklich etwas Misteriöses dran sein. Findet ihr nicht auch?

Die bizzaren Sünden des „Blick“ gegenüber Katie Holmes

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Es war vor langer Zeit, ich war damals rund 7 Jahre alt. Der Blick baute sich zu dieser Zeit seine Stammtisch-Leserschaft mit Storys auf, welche eigentlich niemand brauchte. Der Spruch „Mord in der Badewanne – keine Zeugen – Blick war im Abflussrohr!!“ wurde damals lachend verwendet, um sich über die übertriebenen Schlagzeilen des Blicks lustig zu machen. In Zeiten wo die Wirtschaft weniger Geld für Anzeigen hat, scheint der Blick die Lösung wieder in primitiveren Schlagzeilen zu suchen: „Vergib mir Tom, ich habe gesündigt“ titelt der Blick in der online Ausgabe vom 09.03.2009 und heuchelt der Leserschaft vor, irgend eine intime Story über Katie Holmes und Tom Cruise zu erzählen. Warum ich dies Heuchelei nenne? Nun, nicht nur der Titel ist eine reine Erfindung und nicht etwa ein Satz den Katie Holmes wirklich gesagt hätte. Der ganze Artikel ist ein Mischmasch aus verdrehten Konzepten die nicht mehr als das sprichwörtliche Körnchen der Wahrheit enthalten. Die Frage ist, welches Körnchen denn wahr ist. Auf verzerrten Konzepten basierend, wird im Blick abgeleitet, dass Katie Tom jede Woche „schriftlich Sünden“ beichten müsse. Niemand weiss – ausser dem Abflussrohr vielleicht – weshalb der Blick nicht schreibt, dass dann auch Tom jede Woche seine Sünden Katie Holmes gegenüber schriftlich beichten müsste. Denn in Scientology herrschte schon völlige Gleichberechtigung der Geschlechter, lange bevor irgend ein Journalist des Blick´s überhaupt nur daran dachte, einen Artikel über die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu schreiben.
Wie auch immer. Lassen wir die Seitenhiebe auf den Blick mal weg und kümmern uns darum, aus welchem Teil der Scientology Lehre sich der Blick etwas zusammengeschustert hat:
Hier können Sie selbst lesen was die wirklichen Scientology Grundlagen über die Ehe sind und wie man Spannungen in der Ehe beseitigen könnte
Und hier noch eine kleine Erfahrung aus meiner eigenen nun doch auch bereits 15 jährigen Ehe: Meine Frau und ich – weit davon entfernt eine „perfekte“ Ehe zu führen – haben schon lange erkannt, dass es besser ist dem Partner gegenüber ehrlich zu sein. So gesehen beichten wir uns gegenseitig unsere „Sünden“ auch fortlaufend. Man kann es auch einfach Ehrlichkeit nennen, oder eben wie beim Blick etwas „Bizzares“ daraus machen. Blick, für diesen Artikel gebe es in der Schule eine glatte eins…jedenfalls sicher durchgefallen! Nicht nur weil der Artikel völlig falsch ist, sondern weil er zudem noch abgeschrieben wurde.