Wirtschaft: Inflation und Deflation verstehen


Die Zentralbanken sowie die Regierungen der Hauptwährungen wie Dollar, Euro, Pfund und Yen haben in den letzten 2 Jahren weltweit rund 30 – 60 Billionen für Rettungspakete und Liquiditätsspritzen ausgegeben. Dieses Geld kam jedoch fast nur den Banken, Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften zugute. Derweil eskaliert der Kollaps der Realwirtschaft in einem Tempo,welches einem Tsunami gleicht. Die Wasseroberfläche scheint ruhig zu sein, überall wo die Welle jedoch das Festland (die Realwirtschaft) erreicht, zeigt sich eine Zertstörungsgewalt die von unseren Autoritäten auf dem Gebiet immer noch abgestritten wird: Der japanische Export sank im Januar gegenüber dem Vorjahr um 45,7 %, die japanische Autoproduktion um 41%. Gemäss Daily Telegraph gingen die Exportaufträge des deutschen Maschinenbau im Januar 2009 um 47% zurück.
Wann werden die Politiker begreifen, daß weder das Wort Rezession noch das Wort Depression den heutigen Zustand beschreiben kann, sondern dass es sich um eine Zusammenbruchskrise der Kasinowirtschaft handelt.
Erst wenn das bankrotte Finanzsystem ersetzt wird, wird dies aufhören.
Dazu braucht es ein neues Bretton-Woods-System auf den Grundlagen von Roosevelt. Wenn unsere Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements Doris Leuthard noch im Herbst im Blick sagte, „Es gibt keine Krise“ dann war das entweder eine glatte Lüge oder sie weiss wirklich nicht was das Wort Wirtschaft im Namen ihres Departementes bedeutet. Dementsprechend zeigte Bundeskanzlerin Merkel ihr vollständiges Unverständnis der heutigen Lage mit der Aussage, dass es nicht notwendig sei Opel mit Staatsgeldern zu unterstützen, da im Unterschied zur Bankenwelt die produzierende Industrie keine systemische Bedeutung habe. Die produzierende Industrie ist das Einzige, das den Banken überhaupt eine Existenzberechtigung gibt!! Alleine wenn Opel untergeht, bedroht dies europaweit 3-400´000 Arbeitsplätze und Städte wo Produktionsstätten der Autoindustrie geschlossen würden, würden bald verlassenen Goldgräberstädten ähneln.
Es ist nicht eine Deflation die wir zu befürchten haben, es ist eine weltweite noch nie dagewesene Inflation. Es muss nun eindlich die Realwirtschaft und damit die Produktivität angekurbelt werden und nicht einfach mehr Geld gedruckt werden, um es den Banken zu geben, welche es bloss dazu verwenden, um die unbezahlbaren Spielschulden der Casinowirtschaft zu „retten“. Solange man „Geld“ und nicht die Produktion als Massstab nimmt, wird das Problem schlimmer werden. In Zeiten wo weltweit die Produktionskapazitäten wie wahnsinnig abgebaut werden Geld zu drucken, ist in etwa das Gleiche wie wenn jemand ein Feuer mit Benzin versucht zu löschen.
Die folgende Grafik zeigt, dass seit ca. 2004 die Rohstoff-, Energie- und Lebensmittelpreise massiv teurer werden:
Inflation
Als Lösung wären Investitionen um mehr Lebensmittel, mehr Rohstoffe und günstigere Energie zu produzieren sinnvoll. Die Sahara könnte zum Beispiel begrünt werden, technisch gesehen ist es kein Problem.

Die Lösung für die heutige Situation wurde auch von L. Ron Hubbard trefffend beschrieben:

„Es wird viel Aufhebens von „Deflationen“ und „Inflationen“ gemacht, und dicke Bücher werden geschrieben, um sie zu interpretieren, aber es gibt nur zwei maßgebliche Gesetze, die sie bestimmen:
1. Eine INFLATION existiert dort, wo mehr Geld im Umlauf ist, als es Waren gibt.
2. Eine DEFLATION existiert dort, wo es mehr Waren gibt als Geld, um sie zu kaufen.
Diese beiden Gesetze können nach Belieben verdreht werden, um Leute zu verwirren. Doch das ist alles, was es über beide, eine Inflation oder eine Deflation, oder genauso über Aufschwünge oder Depressionen zu wissen gibt.“
Lesen Sie den ganzen Artikel von L. Ron Hubbard mit dem Titel: Wirtschaft

Es braucht Lösungen für den Finanzkollaps


Der ehemalige italienische Finanzminister Giulio Tremonti fordert eine „neue Bretton-Woods-Vereinbarung zwischen den großen Nationen“. Er bezeichnet das System der Globalisierung als gescheitert und bietet mit seinem Vorschlag einen gangbaren Weg aus dem Zusammenbruch des heutigen Systems. In seinem jetzt veröffentlichten Buch mit dem Titel „Angst und Hoffnung“ thematisiert er das Problem des heutigen Finanzsystems.

So schreibt Tremonti: „Vorschlag für ein neues Bretton Woods, das große Abkommen, das 1944 die Grundlage schuf, auf der die Welt sich in der Nachkriegsära entfaltete. Das neue Bretton Woods sollte über die Währungsbeziehungen hinaus erweitert werden auf Umweltschutz, soziale Klauseln, die Rolle der Aufsicht über Finanzmärkte und den Impuls für die Wirtschaft, den Regierungen individuell oder gemeinsam bieten können und müssen.“
Am 6. März präsentierte Tremonti sein Buch in der Talkshow Annozero im Fernsehsender Rai Due. Tremonti bezeichnete in der Sendung die sinkende Kaufkraft der Arbeitnehmer Italiens als Folge des „Wahnsinns der Globalisierung“.
An Hochschulen, in Zeitungen und Politik würden alle möglichen Verrückten herumlaufen und behaupten, dass es mehr Wettbewerb brauche. Was wirklich gebraucht werde sei ein Denken, das weniger fanatisiert vom Dogma des Marktes sei.

Es ist wirklich soweit gekommen, dass Überflüssiges weniger kostet als das was wirklich zum Leben benötigt wird. Es kostet blad weniger einen Flug nach London zu buchen als den Tagesbedarf an Lebensmittel für eine 5 köpfige Familie zu kaufen.

Tremonti griff den Heuschreckenkapitalismus frontal an und erklärte einem erstaunten Publikum, dass die Globalisierung vor allem auf der Teilung der Welt in zwei Teile beruhe: Asien als Produzent von Billigwaren und dem Westen, allen voran die USA, die Schulden machten um diese Waren zu importieren. Alles wurde von innovativen Finanzprodukten gestützt. Die Banken machten nicht mehr das wofür Sie die Existenztberechtiugung haben: Geld auf Vertrauensbasis sammeln und auf eigenes Risiko verleihen. Sie wurden zum Lotterie-Betreiber, bündelten Produkte und verkauften sie an Dritte.
Die gegenwärtige Krise wird schlimmer, mit Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen, wird alles noch verschärft. Bretton Woods war 1944 die Lösung des Problems, die Grundidee davon ist auch für die heutige Situation die Lösung.
Tremontis Buch und Aussagen polarisieren die Debatte vor der Parlamentswahl in Italien.

L. Ron Hubbard schrieb im April 1966 einen Artikel zu diesem Thema, Hier ein Zitat: „Unterdrücker haben seit einiger Zeit ein Netz wirtschaftlicher Verstrickungen für die Gesellschaft gewebt, wobei sie wirtschaftliche Fehlinterpretationen oder Ignoranz benutzten, um diejenige Gesellschaften darin zu verwickeln, die erst kürzlich ihre Ketten tatsächlicher Sklaverei abgestreift haben. Heute bestehen die Ketten aus wirtschaftlichen Restriktionen und, offen gesagt, aus wirtschaftlichen Lügen.“

Lesen Sie dazu was L. Ron Hubbard über die Grundlagen der Wirtschaft schrieb: http://german.freedom.lronhubbard.org/page046.htm
Empfehlenswerter Artikel: https://religo.ch/2010/03/08/was-ist-fiatgeld-die-wirklichen-hintergrunde-der-finanzkrise/