Scientology Berlin

Scientology Kirche: Verfassungsschutz Skandal in Berlin

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SOFORTIGE KONSEQUENZEN VON INNENSENATOR SCHÖNBOHM GEFORDERT

(BERLIN/MÜNCHEN) Im Jahre 1998 sorgt ein Intrigensumpf in der Berliner Polizeispitze immer wieder für Schlagzeilen. Auslöser war ein anonymes Schreiben. Darin wurde dem damaligen Polizeidirektor Otto D. wahrheitswidrig eine Scientology-Mitgliedschaft angedichtet. Mit den mysteriösen Vorgängen haben sich bereits die Berliner Justiz und der damalige Innensenator Jörg Schönbohm eingehend auseinandergesetzt. Aus einer veröffentlichten Mitteilung der Scientology Kirche Deutschland e.V. (Sitz München) geht hervor, daß an dem Denunzierungsskandal Agenten das Berliner Landesamtes für Verfassungsschutz beteiligt sind, deren Vorgehen „an schmutzige Stasi- Methoden erinnere“. Just zu dem Zeitpunkt als der leitende Polizeibeamte Otto D. befördert werden sollte, erhielten Innensenator Jörg Schönbohm, Polizeipräsident Saberschinski, der Polizei-Gesamtpersonalrat und eine Tageszeitung Ende März anonyme Post. Inhalt: Polizeidirektor Otto D. sei Scientology-Mitglied und hätte einen Mitarbeiter genötigt, der aus der Gruppierung austreten wollte. Die Berliner Staatsanwaltschaft nahm trotz der Anonymität des Pamphlets sofort unfangreiche Ermittlungen gegen Otto D. auf. Mehrere Durchsuchungsaktionen erbrachten keinerlei Hinweise auf eine Scientology-Zugehörigkeit des leitenden Polizeibeamten. Auch die Scientology Kirche führte nach zahlreichen Presseanfragen vor Ostern genaue Recherchen durch und konnte eine Mitgliedschaft des Polizeibeamten definitiv ausschließen.

Dennoch wurde Otto D. von seinen Aufgaben entbunden und nach Presseberichten in verschiedenen Berliner Zeitungen von seinen Vorgesetzten „wie ein Aussätziger behandelt“. Die Scientologen an die Adresse des Innensenators: „Otto D. wurde Opfer unverantwortlicher öffentlicher Spekulationen amtskirchlicher Anti-Sekten-Funktionäre, wie dem Pfarrer Thomas Gandow. Auch der von Innensenator Schönbohm initierte Verfassungschutzaktivismus provoziert ein übles Klima von Hysterie und Denunziantentum. Wer aus dem Broterwerb von unbescholtenen Menschen abstruse Unterwanderungstheorien konstruiert und in Ermangelung von Fakten beim Verfassungschutz ein ‚vertrauliches Telefon installiert, fordert eine Blockwartmentalität und anonymes Anschwärzen geradezu heraus und wird dann die Geister, die er rief, nicht mehr los.“

Und genau so kam es: Der Anwalt von Otto D. erhielt anfang Mai von Polizeipräsident Saberschinski ein „Behördenzeugnis“. Das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz, „bestätigte“ in einem Einzeiler die Mitgliedschaft von Otto D. bei der Scientology Kirche Berlin. Dies sei mit „geheimdienstlichen Mitteln“ festgestellt worden. Allein das mit den „geheimdienstlichen Mitteln“ traf zu. Denn zur gleichen Zeit knüpften im Hintergrund Geheimdienstagenten vom Verfassungschutz mit Stasimethoden ihre Fäden, um die Menschenjagd auf Polizeidirektor Otto D. anzuheizen und seine Karriere durch Intrigen zu ruinieren, wie die Scientology Kirche lückenlos nachweisen kann. Von Mitte April bis Anfang Juni versuchten Verfassungschutzagenten den 25-jährigen Max M. (Name von der Redaktion geändert) mit Anrufen und in sieben persönlichen Gesprächen als bezahlten Spitzel anzuheuern. Max M. ist Student und Teilzeit-Mitarbeiter in der Berliner Scientology Kirche. Die Anwerbeversuche von drei Agenten bestanden aus einer Mischung von persönlichen Drohungen und guten Worten. An Äußerungen, wie „denken Sie an Ihre Zukunft“, „das ist kein Spiel“, „sind Sie vorbestraft?“ und „Sie sind doch intelligent und zuverlässig“ und „bei uns verdienen Sie mehr,“ erinnert sich Max M. aus diesen Anwerbeversuchen. In einem China-Restaurant bekam er am 21. April schon einmal dezent 300 Mark unter die Zigarettenschachtel geschoben.

Für Geld sollte er regelmäßig als informeller Mitarbeiter Insider-Informationen aus der Berliner Scientology Kirche liefern, insbesondere über Vorstandsmitglieder. Man würde einen Fragenkatolog erarbeiten.

Bei einem Treffen in einem Café am 15. Mai – also deutlich nach der behaupteten Scientology- Mitgliedschaft des Polizeidirektors Otto D. in ihrem Behördenzeugnis – ließ einer der Geheimdienstler, der sich bei einem früheren Treff mit einem Verfassungschutzausweis als Herr Dörfler vorstellte, die Katze aus dem Sack. Er eröffnete Max M.: Sie bekommen 5.000 Mark, wenn Sie uns eine konkrete Information besorgen, einen Beweis, ob der Polizist Otto D. Mitglied der Scientology ist oder nicht. Und wenn Sie den Beweis erbracht haben, kann das Geschäft losgehen.

Dabei blieb es nicht. Bei einem weiteren abendlichen Treffen am 21. Mai in einem Park hakten die Geheimdienstler nach. Max M. erinnert sich genau an seinen zehnten Kontakt. Er berichtet:

„Am 26.5.98 um 21 Uhr, an der besagten Straßenecke; die zwei Männer warteten schon auf mich. Wir gingen in den Park und setzten uns auf einen Holzblock, der einen Sandkasten umzäumte. Links saß Herr Dörfler, rechts von Herr Dörfler der andere Mann. Aus der Hemdtasche von Herrn Dörfler schaute das Geld heraus. Dann stellten sie einige Fragen: Ob ich was von diesem Herrn Otto D. wissen würde und weshalb ich so selbstsicher getan habe im Café und gesagt habe, daß dies kein Problem sei, etwas über Herrn Otto D. herauszufinden? Ich erklärte, daß die Scientology Kirche keine Geheimnisse habe. Ich käme ohne weiteres an die Mitgliedslisten heran und ich könne Ihnen zuverlässig mitteilen, ob Herr Otto D. Mitglied der Berliner Scientology Kirche sei. Daraufhin drückte mir Herr Dörfler einen Stapel Geld in die Hand: 5.000 Mark in Hundertmarknoten. Er meinte dazu, daß dies echtes Geld sei. Als ich ging, meinten sie noch, hier höre jetzt ihr Schutz für mich auf, und ich solle auf das Geld aufpassen.“

Erstmals wurde Max M. am 16. April an einer Berliner S- Bahnstation von den Verfassungschutz- Schnüfflern angesprochen. Auf die Frage, wie sie gerade auf ihn kämen, hielten sich die Geheimdienstler immer bedeckt. Er würde es nie erfahren. Sie sagten Max M. nur soviel: Sie hätten einen Tip von Kollegen aus dem „Ländle“ erhalten. Was damit gemeint ist, konnte sich Max M. dann aber schnell zusammenreimen. Er stammt aus Baden-Württemberg und seine Mutter hatte ihn vor Jahren zu einem fanatischen Scientology-Gegner bei der Polizei geschleppt. Von dort landeten seine persönlichen Daten ganz offensichtlich beim baden-württembergischen Landesamt für Verfassungsschutz und wanderten weiter zu den Kollegen nach Berlin. Der Verfassungsschutz im „Ländle“ machte kürzlich internationale Schlagzeilen, weil einer seiner Beamten im Rahmen der Scientology-Beobachtung wegen illegaler Spionage-Tätigkeiten und anderer strafbarer Delikte von den Behörden in der Schweiz verhaftet wurde.

Pünktlich zum einjährigen Jubiläum des Beschlusses zur Scientology-Beobachtung haben nun auch die Berliner Verfassungsschützer ihren Skandal.

Denn Max M. vertraute am Wochenende seine Verfassungsschutz- Kontakte in allen Einzelheiten Vertretern der Scientology Kirche an und bat diese, die von den Verfassungsschützern gestellten Fragen in seinem Auftrag zu beantworten. Er erklärte seine Bereitschaft, über seine Erfahrungen bei Bedarf vor Gericht auszusagen.
Mehr Stasi Geschichten des heutigen Verfassungsschutzes gibt es hier

Das Ende einer Kampagne gegen Scientology

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Das Ende der Hetzkampagne gegen Scientology muss das Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf wohl zuerst noch verdauen, jedenfalls hörte man in den Medien erstaunlich wenig über den Entscheid des Verwaltungsgerichts Berlin. Das Verwaltungsgericht hat am Freitag entschieden (Az. VG 27 L 41.09), dass eine Plakataktion des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf vor dem Kirchengebäude der Scientology Kirche Berlin rechtswidrig ist. Die Aktion greife in die Grundrechte aus Artikel 1 (Menschenwürde) und Artikel 4 (Religionsfreiheit) ein, so das Gericht. Das Bezirksamt beeilte sich daraufhin, die Ende Januar aufgestellte Plakatsäule wieder abzubauen. (Bild)

Wie das Gericht weiter ausführte, sei nicht nur der Verfassungsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit sei durch die Plakataktion des Bezirksamts verletzt worden, sondern die,,[d]ie öffentliche Aushängung des Plakats an dieser Stelle [verletzt] den Antragsteller [die Scientology Kirche Berlin] in seinem Grundrecht aus Artikel 1 GG…. Es ist jedenfalls im vorliegenden Verfahren vorläufigen Rechtsschutzes davon auszugehen, dass der Antragsteller als Weltanschauungsgemeinschaft den Schutz des Artikel 4 Abs. 1 GG genießt.“

Die Anwälte der Scientology Kirche hatten dem Bezirksamt vorgeworfen, grundlegende Rechte ins Lächerliche zu ziehen und begehrten auf dem Weg des einstweiligen Rechtsschutzes die Beendigung dieser staatlichen Diskriminierung.

Das Gericht folgte der Argumentation: „Die vor der Zentrale des Antragstellers an einer Info-Säule angebrachten Plakate greifen ungerechtfertigt in das Grundrecht des Antragstellers auf freie Ausübung seiner Weltanschauung nach Artikel 4 Absatz 1 Grundgesetz ein.“

„Wir sind sehr zufrieden mit der Entscheidung des Verwaltungsgerichts und sind froh, dass dieser diskriminierende Schandfleck für die Stadt Berlin schnellstmöglich entfernt worden ist. Er hatte dem Image der Weltstadt Berlin international nur geschadet“, so Sabine Weber, Präsidentin der Scientology Kirche Berlin.

Die Scientology Kirche ist als gemeinnützige Religionsgemeinschaft in Schweden, Portugal, Ungarn, Italien, den USA, Argentinien, Australien, Neuseeland, Kanada und vielen anderen Ländern der Welt anerkannt. In den letzten 30 Jahren haben deutsche Gerichte in mehr als 50 Entscheidungen die Religionseigenschaft der Scientology Kirche bestätigt und sie unter den Schutz der Religionsfreiheit im Sinne von Art. 4 des Grundgesetzes gestellt.

Sternreporter Gareis unterwandert Scientology

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Was geschah: Der Reporter Gareis besuchte die Scientology Kirche Berlin und bekundete ein nicht vorhandenes Interesse an der Lehre der Scientology. Dazu gab er eine falsche Identität an und auch frei erfundene Motivationen. Er besuchte Kurse und Veranstaltungen und schrieb nach diesen 5 Monaten einen Bericht über diese Zeit im Stern. 5 Monate lang schaffte er es sein Schauspiel zu spielen.

Als Anfang der Geschichte ist die Lügengeschichte des Herrn Gareis zu berücksichtigen. Von Herr Gareis wurde auch im Stern Artikel bestätigt, dass die Scientologen sehr offen, freundlich und direkt mit ihm umgegangen sein müssen. Angesichts dessen, dass Herr Gareis 5 Monate lang seine Lügenstory aufrecht erhalten musste – rund um Menschen welche grundsätzlich eine gute Menschenkenntnis besitzen – kann ich sehr gut nachvollziehen dass dies an seine Substanz ging. Es erfordert wirklich sehr viel Energie und Selbstkontrolle, eine solche Geschichte 5 Monate lang glaubwürdig zu spielen. Dass man sich da dann manchmal als „umzingelt“ und „ausspioniert“ fühlt, ist sicher subjektiv nachvollziehbar. Objektivität darf aber genau aus diesem Grund meiner Ansicht nach nicht aus dem Stern Artikel abgeleitet werden. Als ich den Stern Artikel las, war es für mich eigentlich erstaunlich, für wie blöd er die Sternleser halten muss.

Er geht in eine Organisation, wird Mitglied indem er alle über seine wahre Motivation anlügt und besucht Kurse die ihn nicht persönlich interessieren. Er unterschreibt ein Einschreibeformular wo er bestätigt, dass man den Nutzen aus Scientology nur dann erwarten kann, wenn man ehrlich und aufrichtig an sich arbeiten will. Er nam auch zur Kenntnis dass Scientology niemanden will, der nicht aus eigener Motivation via Scientology mehr übers Leben und sich selbst herausfinden will. Am ende jedes Kurses bei Scientology muss man klar Stellung beziehen ob man das erwartete Resultat des Kurses (das Gelernte zur vollen Zufriedenheit auf das Leben anwenden zu können) erreicht hat oder nicht.
Er musste also auch da jedesmal erneut Lügen, denn wie er selber schreibt, war für ihn ja alles was er auf den Kursen lernte banal oder voller Lügen.

Was ich bei seiner Geschichte sehe ist das was ich nicht nur in dieser Situation beobachten kann, sondern auch sonst im Leben zu beobachten ist. Wenn jemand nicht ehrlich zu anderen ist, verursacht dies Probleme. Ich habe in meinen 18 Jahren Scientologymitgliedschaft nie Probleme mit Personen gesehen, die sich eine Weile mit Scientology befassten und danach entschieden sich nicht mehr damit zu befassen. Wenn jemand offen und ehrlich sagt er wolle nicht mehr, dann ist das völlig in Ordnung und niemand will ihn aufhalten. Wenn jemand aber Mitgliedern gegenüber Interesse vortäuscht, nein in diesem Fall diese sogar schamlos anlügt, wahrscheinlich auch wenn jemand im zu Hause anrief nie sagte, dass er nicht angerufen werden möchte, kann dies nicht als „so geht es zu und her“ beschrieben werden.

Es ist nicht das Gleiche ob jemand fortlaufend Interesse vortäuscht obwohl das nie vorhanden war (oder nicht mehr vorhanden ist), oder ob jemand sagt er habe kein Interesse und wünsche keinen Kontakt und trotzdem wird weiter versucht ihn zum Mitmachen zu bewegen.

Wenn ich das Zitat höre, „Wir sind wie Rotweiler, wir lassen einfach nicht mehr los“ dann muss ich schon sagen dass das eine recht dumme Aussage ist. Andererseits wenn ich einem wirklichen Freund gegenüber so was sage, dann lachen wir köstlich über den Witz und er empfindet es so, dass ich in diesem Moment selbstkritisch eingestand, manchmal etwas zu nerven und zu hartnäckig zu sein.

Bei Herrn Gareis muss man auch davon ausgehen, dass er bewusst solche Situationen provozierte, schliesslich spielte er ein Spiel mit den Scientologen, nicht die Scientologen eines mit ihm. Was wäre das auch für ne Story geworden, wenn nichts Kontroverses passiert wäre……

Wenn ich von Gareis lese „Ich ertappte mich dabei, auch diese blöde „Brücke der Erleuchtung“ erreichen zu wollen. Nach den Kursen fragte ich mich manchmal: „Verdammt, warum bin ich noch nicht höher gekommen?“ dann überschreitet dies eindeutig meine Fähigkeit mir dies als seine ehrliche Empfindung vorzustellen. Vielmehr spielt er hier sein „Schauspiel“ den Sternlesern gegenüber weiter. Unglaubwürdiger geht es wohl kaum mehr. Wieviel seiner gesamten Beschreibungen nur die Weiterführung dieses Schauspiels ist und wieviel davon wirklich eine ehrliche Empfindung Seitens Gareis ist, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.

Es erscheint mir aber als Versuch, die Überzeugungen der Scientologen generell als Resultat einer Gehinrwäsche darzustellen. Danach kann man Scientologen alle als Opfer (nicht verantwortlich) darstellen. Der nächste naheliegende Schritt wäre die Scientologen deshalb als unzurechnungsfähig darzustellen. Alles was Scientologen sagen und tun unter dieser Prämisse zu betrachten, würde jegliche Möglichkeit der Selbstdarstellung seitens Scientologen wirkungsvoll verhindern. Wer glaubt schon einem, der nicht selber urteilen kann…..

Nachtrag vom 07.04.2010
Es gibt hier nun eine offizielle Stellungnahme der Scientology Kirche zur Geschichte des Sternreporters Fredy Gareis
Oder auch hier: http://www.scientology-fakten.ch/index.php/de/richtigstellung-von-falschinformationen/presse-a-tv.html