Bahnbrechender gerichtlicher Erfolg für Scientology in Belgien


Urteil nun rechtskräftig – Freispruch in allen Punkten

Brüssel (pts027/26.04.2016/12:15) – Das kürzliche Urteil des Strafgerichts in Brüssel, das ein 18-jähriges schikanöses Ermittlungsverfahren gegen die Scientology Kirche in Belgien und ihre Mitglieder vollumfänglich durch Freispruch beendet hatte, ist nun rechtskräftig. Das 173-seitige Urteil erklärte alle Anklagen gegen 11 Mitglieder sowie gegen die Scientology Kirche Belgien und das Menschenrechtsbüro der Scientology Kirche International für unzulässig und verwarf damit alle Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft als unbegründet.

Das freisprechende Urteil ist rechtskräftig, da die Anklagevertretung sich entschied, keine Berufung einzulegen und die überzeugende, sehr umfassende und detaillierte Begründung des Gerichtes zu akzeptieren.

Die Scientology Kirche Belgien begrüsst die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, das Urteil vom 11.3. 2016 als verbindlich anzuerkennen. Es stellt damit ein weiteres von zahlreichen Urteilen dar, die das Recht von Scientologen auf Gleichbehandlung vor dem Gesetz bekräftigt haben und nicht aufgrund ihrer religiösen Überzeugung stigmatisiert und diskriminiert zu werden. Ähnliche Urteile gab es bereits in vielen Teilen Europas: Spanien, Italien, England, Deutschland, Portugal, Schweden, Holland usw., alles Länder in denen Scientology, zum Teil auch von den Obersten Gerichtshöfen als bona fide Religion anerkannt wurde.

Für Eric Roux, Sprecher der Kirche in Belgien ist „diese Entscheidung natürlich ein Erfolg für alle Scientologen und das Ende einer unfairen Schikane. Aber vor allem ist es ein Sieg für die Religionsfreiheit in Belgien. Die Staatsanwaltschaft hatte während 18 langen Jahren ungerechterweise Scientologen an den Pranger der Anklage gestellt. Nachdem keine strafbaren Verfehlungen gefunden wurden, obwohl in den Ermittlungen extrem gründlich danach gesucht worden war, machte sie den Fehler, das schikanöse Verfahren mittels Fehlinterpretationen der Schriften des Gründers der Scientology Religion fortsetzen zu wollen. Ein derartiges Vorgehen setzt die Gewissens- und Glaubensfreiheit einer extremen Gefahr aus. Das Gericht hat dem einen klaren Riegel vorgeschoben und die Staatsanwalt-schaft an die elementarsten Rechtsgrundsätze erinnert und an das jedermann zustehende Recht, die Religion seiner freien Wahl auszuüben. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft sich entschieden hat, keine Berufung einzulegen, macht dieses Urteil umso wichtiger. Ich bin hoch erfreut darüber, dass dieser Umstand in der Zukunft auch jenen Menschen von Nutzen sein kann, die wegen Ihres Glaubens Diskriminierung erleiden könnten.“

Die Scientology Kirche wurde 1954 in den USA gegründet und hat heute mehrere Millionen Anhänger in über 180 Ländern. Seit 1974 gibt es sie auch in Belgien, wo sie zahlreiche soziale und humanitäre Projekte fördert wie zum Beispiel die Prävention gegen Drogengefahren, die Wiederherstellung moralischer Werte für den Einzelnen wie auch seiner Mitmenschen. Bekannt ist sie auch für ihren entschlossenen Einsatz zur Beendigung psychiatrischer Missbräuche oder für ihr Programm zur Förderung der Menschenrechtserziehung. Sie veranstaltet zahlreiche weitere Aktivitäten wie regelmäßige interreligiöse Begegnungen, Kleidersammlungen für Flüchtlinge, etc.

Podiumsgespräch mit diversen Religionsvertretern in der Scientology Kirche Zürich


islam

Knapp 100 Personen nahmen an der interreligiösen Andacht mit Vertretern verschiedener Religionen teil.

Das Haupt-Thema der interreligösen Sonntagsandacht vom vergangenen Sonntag in der Scientology Kirche Zürich war das Thema „Was ist der Islamn wirklich?“.

Nach einem Gebet informierte der Imam einer Zürcher Moschee über Grundlagen des Islams und ging auch auf die Kontroversen ein, die seit längerem über den Islam kursieren. Die knapp 100 Teilnehmer der Andacht hatten danach Gelegenheit, konkrete Fragen zu stellen.

Neben der Andacht hatten die Besucher die Möglichkeit auf über 20 Schautafeln mehr über die Grundlagen des Islams zu erfahren. Ausgewählte Zitate fanden sich neben Erklärungen zum Begriff Jihad, Informationen zu den heiligen Stätten, zur Geschichte des Islams, aber auch zu den Beziehungen mit anderen Religionen. Viele Missverständnisse und Vorurteile konnten ausgeräumt werden.

Viele Besucher kommentierten, dass die Unterschiede zwischen Islam, Christen und Juden bei weitem nicht so verschieden sind, wie manche Leute dies weismachen wollen.

Nach einem interkulturellen Mittagessen mit intensiven Gesprächen, informierte die Leiterin der von Scientology unterstützten Jugend für Menschenrechte Vereinigung mit einem informativen Film über die Geschichte der Menschenrechte.

Anschliessend diskutierten Vertreter diverser Religionsgemeinschaften und Menschenrechtsorganisationen auf dem Podium, wie Religion mitwirken kann, Menschenrechte zu verwirklichen. Zahlreiche Voten aus dem Publikum zeigten, dass das Thema “heiss” ist.

Weitere interreligiöse Veranstaltungen zu diversen Themen sind geplant.

Dianetik – Auditing half angeschossenem Soldaten


Ein ehemaliger Soldat der in East Grinstead lebt berichtet erstmals über den Moment als er aus kürzester Entfernung von der IRA angeschossen wurde. Er beschreibt seine Nahtoderfahrung und wie die Anwendung von Dianetik im helfen konnte, die negativen Auswirkungen des Erlebnisses zu überwinden.  Quelle des Artikels ist der East Grinstead Courier, übersetzt von Dirk Leinher

Berny Cox kam nur knapp mit dem Leben davon, als ein maskierter bewaffneter Mann das Feuer auf ihn eröffnete und er vier Mal getroffen wurde. Nur durch den Umstand dass er dabei war den Sitzgurt anzulegen wurde er davor geschützt ins Gesicht geschossen zu werden, was der fast sichere Tod bedeutet hätte.

Eine Kugel, die noch in seinem Brustkorb sitzt, wirkt als ständige Erinnerung an die schreckliche Tortur die er mitmachte. Der ehemalige Schütze sagt, er habe der Scientology Kirche von East Grinstead zu danken, weil sie ihm half das Trauma des Ereignisses zu überwinden. Durch eine nur 30-minütige Sitzung mit einem Berater (Auditor) sei er von seinen Flashbacks geheilt worden.

Berny Cox spricht das erste Mal darüber wie er angeschossen wurde
Berny Cox spricht das erste Mal darüber wie er angeschossen wurde

Der 67 jährige, bricht das mehr als zwei Jahrzehnte dauernde Schweigen und erklärt:

„Es war am 17. September 1990. Ich arbeitete in einem Büro in North Finchley im Wahlkreis von Margaret Thatcher. Etwa um 05.00 Uhr habe ich wie gewohnt den Arbeitstag beendet. Ich trat aus der Haustür und stieg in das Armee Auto, das in der Straße direkt vor dem Büro bereitstand. Ich schnappte mir den Sicherheitsgurt und rammte ihn fälschlicherweise auf der Seite des Beifahrersitz in den Verschluss, wo er stecken blieb. Es benötigte etwas Kraft den Gurt wieder rauszukriegen, das hat mein Leben gerettet. Meine Schulter bedeckte dadurch mein Gesicht, als mich die erste Kugel traf“

„Das Fenster zerbrach und die Kugel traf mich an der Schulter. Die zweite Kugel traf meine Schulter etwas tiefer und in diesem Moment passierte etwas Seltsames. Ich beobachtete meinen Körper plötzlich von außen. Es war alles so langsam. Ich musste die Entscheidung treffen den Körper zu behalten oder diesen loszulassen, und ich beschloss ihn zu behalten.“

„Die einzige Sache, worüber ich nachdachte war, ob ich meinen Körper behalten solle oder nicht. Es gab so viele Dinge die ich zu dieser Zeit noch nicht gemacht hatte und ich wollte noch eine Menge von der Welt sehen. Die dritte Kugel traf meinen Hals. In dieser Phase fiel mein Körper auf den Beifahrersitz. Die vierte Kugel traff meinen Kieferknochen, wo ich jetzt eine große Narbe habe.“ Mein Arzt nannte mich „Mr. Half- Zoll- Lucky“ weil, wenn eine der Kugeln mich auch nur einen halben Zoll in einer anderen Richtung getroffen hätte, wäre ich gestorben.“

Ein Motorradfahrer fuhr neben Herrn Cox als er im Begriff war loszufahren, der Beifahrer eröffnete das Feuer auf ihn.

„Es geschah alles in etwa drei Sekunden“, sagte er. „Ich stieg aus dem Auto und verriegelte die Türen, auch wenn die Fenster komplett zerstört waren. Ich ging zurück ins Büro, ich dachte ich sei sicher und machte den Anruf bei der Polizei. Ich funktionierte wie auf Autopilot. Ich dachte an überhaupt nichts. Ich wusste nicht, dass ein großer Hautlappen von meinem Kinn herunterhing.“

Ein Krankenwagen kam und brachte Berny Cox in die Klinik.

Er sagte: „Ich war auf der Intensivstation und am nächsten Tag wurde mir gesagt die Premierministerin Margaret Thatcher habe versucht mich anzurufen. Ich sagte darauf, dass es viel mehr als das benötige um einen Schützen zu töten.“

Er kam in auf die Intensivstation mit Verletzungen an der Schulter, am Schlüsselbein, der Lunge und am Kiefer.

„Ausgehend von einem Lebensstil mit schnellen Autos und Frauen, war ich nun fast taub geworden“, erinnert er sich „Ich konnte nicht hören, was andere Leute sagen , es klang alles wie unter Wasser. Es war eine höllische Zeit in meinem Leben, und ich ging nirgends mehr hin.“

Berny Cox kehrte schließlich sechs Monate später zurück an die Arbeit, aber er litt noch mehr als zweieinhalb Jahre später an den Auswirkungen vom Schock des Angriffs. Der selbst-bekennende Party-Löwe sah die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen.

Er sagt: „Eines Tages fuhr ich ins Wembley, als ich ein Motorrad hörte, erstarrte ich. Es regnete und es war alles mehr oder weniger so, wie es war als ich angeschossen wurde. Immer wenn ich Feuerwerk hörte hätte ich mich am liebsten unter dem Bett verkrochen. Ich litt an schrecklichen Erinnerungen, sogenannten Flashbacks. Mir wurde empfohlen einen Psychiater aufzusuchen, aber ich lehnte ab.“

„Eine der Kugeln ist immer noch in meinem Körper an der Unterseite meiner Lunge. Manchmal kann ich unter meinen Rippen fühlen, wie sie sich bewegt. Es ist eine ständige Erinnerung an das, was an diesem Tag geschah.“

Berny Cox sagt, sein Weg zur Genesung sei von der Scientology Kirche in East Grinstead unterstützt worden.

Er sagte: „Eines Tages kam ich nach Hause, zu meinem alten Haus in Warminster, und war im Begriff all den Müll im Briefkasten zu entsorgen, als ich diese Broschüre über einen Persönlichkeitstest entdeckte. Ich füllte das Formular aus und dann rief mich jemand von der Scientology-Kirche an. Das war zweieinhalb Jahre nach dem Angriff. Ich wurde dann eingeladen und während ich dort war nahm ich dieses Buch Dianetik – mit einer Reihe von Ideen zu Stress, Selbstzweifel und Unzufriedenheit erstellt von L. Ron Hubbard – und ich ging nach Hause und las es in derselben Woche.“

Er fügte hinzu: Ich hatte dann Beratung wo ich gebeten wurde, alles was an diesem Tag passierte wieder zu erleben, und nach einer 30 – minütigen Sitzung hatte ich keine Probleme mehr. Ich fühlte mich großartig und ich hatte seither noch nie ein Flashback. Das war ein wichtiger Wendepunkt in meinem Leben.“

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„In den 20 Jahren zuvor hatte ich einen 2-Liter, ein 2,8-Liter und ein 3-Liter-Capri, ich hatte vier oder fünf Freundinnen und ich war fast jede Nacht in der Disco oder einem Pup unterwegs. Ich war ein richtiger Party-Löwe. Ich wurde ausgewählt weil ich in der Armee war. Die IRA wollte eine Schlagzeile und diese erhielt sie auch. Es war für zwei Tage überall in den Nachrichten.

„Es gibt immer viele Nachrichten über Soldaten die verletzt werden und ich denke es ist wichtig, dass diese Menschen wissen, dass man auch nachdem man angeschossen wurde immer noch ein Leben haben kann.

„Sie brauchen nicht umzukippen und zu sterben. Sie können weiterleben.“

Berny Cox (rechts) während seinem Aktivdienst in Malaya in den 1960ern, als 19 jähriger
Berny Cox (rechts) während seinem Aktivdienst in Malaya in den 1960ern, als 19 jähriger

Scientology in Grossbritanien als Religion anerkannt


Die Scientology Kirche wurde in Grossbritanien vom obersten Gerichtshof zur Religion erklärt. Dem Entschied ging eine Klage eines Scientology Mitglieds voraus, dem verweigert wurde seine offizielle Hochzeit in der Scientology-Kirche feiern zu können.

Der Oberste Gerichtshof entschied heute Mittwoch 11.12.2013, dass Scientology als Religion einzustufen sei und dass die Räumlichkeiten der Gruppierung ein Ort religiöser Handlungen seien. Das Scientology-Mitglied hatte juristische Schritte eingeleitet, nachdem die zuständigen Behörden sich geweigert hatten, die Scientology-Kirche als Ort für ihre Hochzeit anzuerkennen. die Behörden hatten sich auf ein Urteil aus dem Jahr 1970 berufen, darin wurde festgehalten, dass Scientology-Riten keine Verehrung im religiösen Sinne enthielten.

Der Oberste Gerichtshof entschied nun einstimmig, dass dieses Urteil von einer veralteten Definition religiöser Verehrung ausgehe. Damals hieß es, diese bestehe in der „Ehrfurcht vor oder Verehrung Gottes oder eines höheren Wesens“ („reverence or veneration of God or of a Supreme Being“).

Änderung eine veralteten Religionsbegriffs
„Religion sollte nicht auf Religionen beschränkt sein, die eine höhere Gottheit kennen“, heißt es in der Urteilsbegründung des Obersten Gerichtshofs. „Das zu tun, wäre eine in der heutigen Gesellschaft nicht akzeptable Form der religiösen Diskriminierung.“ Zum Beispiel würde auch der Buddhismus – wie andere Religionen – aus einer derartigen Definition herausfallen.

Das Gericht hielt überdies fest, dass es nicht Aufgabe der Behörde sei, über „theologische oder liturgische Feinheiten“ zu urteilen und dass die Scientology-Kirche als Raum für eine Hochzeitszeremonie zuzulassen sei.

Mögliche weitere Effekte
Ob das Gerichtsurteil Auswirkungen auch auf andere Bereiche, etwa Steuervorteile für Religionsgemeinschaften hat, müsse nun geprüft werden, kündigte der für Stadt- und Gemeindeverwaltungen zuständige Staatssekretär Brandon Lewis an.

In Großbritannien können offizielle Eheschließungen im Rahmen von religiösen Zeremonien stattfinden, ohne dass das Paar noch einzeln bei der Stadtverwaltung heiraten muss. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Kirche, der Ort der Heirat und der durchführende Priester von den Behörden anerkannt sind.

Die Antwort auf die Frage, ob Scientology eine Religion ist oder nicht, hängt generell vom Ort ab, an dem sie gestellt wird. Immer wieder sind Gerichte überall auf der Welt aufgrund verschiedenster Ausgangslagen mit der Frage konfrontiert. In den USA, wo Scientology in den 1950er Jahren gegründet wurde, gilt die Gemeinschaft seit 1993 als Religion.

Die Scientology Kirche und deren Einstellung zur Beachtung von Recht und Gesetz


L. Ron Hubbard hat als Gründer der Scientology-Religion und als Autor der maßgeblichen Schriften der Scientology-Kirche immer die Befolgung staatlicher Gesetze eingefordert. Entsprechendes ist seit Jahrzehnten in den Satzungen der Kirche vermerkt. Das staatliche Recht wird damit ganz sicher nicht abgelehnt.

Alle Kirchen und Mitglieder sind aufgefordert, die Gesetze des Landes in dem sie leben und ihre Religion ausüben, zu befolgen. L. Ron Hubbard legte deshalb in einer innerkirchlichen Richtlinie fest, dass alle innerkirchlichen Handlungen und Bestimmungen, auch im Bereich des eigenen Disziplinarrechts, KEINE Gesetze eines Landes verletzen dürfen. In dem von L. Ron Hubbard verfassten „Der Weg zum Glücklichsein“ schreibt er unter der Regel Tun Sie nichts Illegales: „Wenn Sie merken, dass jemand in Ihrer Umgebung illegale Handlungen begeht, sollten Sie alles tun, was Ihnen nur möglich ist, um ihn davon abzubringen.“ Für das innerkirchliche Disziplinarrecht steht am Ende der Aufzählung innerkirchlicher Vergehen der Satz: „Nichts in diesem Kapitel soll je oder unter irgendwelchen Umständen irgendeine Verletzung der Gesetze des jeweiligen Landes oder irgendeinen absichtlichen Rechtsbruch rechtfertigen. Jeder solcher Verstoße soll den Schuldigen sowohl den gesetzlich vorgeschriebenen Strafen, also auch (innerkirchlichen) Ethik- und Rechtsmaßnahmen aussetzen“. Deutlicher kann die Oberhoheit des staatlichen Rechts im Verhältnis zum innerkirchlichen Recht wohl kaum zum Ausdruck gebracht werden.

Das hinderte trotzdem einzelne, voreingenommene Mitglieder der früheren Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages nicht, die „Abkehr von Recht und Gesetz“ und – als notwendige Begründung von Überwachungsforderungen – die angebliche „Aushöhlung des unabhängigen Gerichtswesens“ ohne irgendwelche Belege künstlich zu konstruieren. Allein die bloße Tatsache der Existenz einer innerkirchlichen, disziplinarischen Rechtsordnung wurde als „Beweis“ dafür bemüht, dass Scientology mit der staatlichen Gerichtsbarkeit und Rechtsordnung nichts am Hut habe. Das faktisch alle gesellschaftlichen Verbände und natürlich auch Religionsgemeinschaften – vom Sportverein (Beispiel DFB), den Gewerkschaften, den Parteien bis zu den Amtskirchen – über eine interne disziplinarische Rechtsordnung verfügen, genügt offenbar nicht, um den Betreibern dieser Argumentation die Absurdität ihrer Logik aufzuzeigen. Ein „Gutachter“ der besagten Enquete, der selbst früher gegen die Scientology Kirche meist vergeblich prozessiert hatte und damit alles andere als in der Sache neutral und objektiv „gutachten“ konnte, ging – aufgrund eines aus dem Zusammenhang gerissenen Zitats – sogar so weit zu behaupten, es gäbe einen Beleg, dass Scientology die bestehende Rechtsordnung „pauschal ablehnt“ und im Falle von „politischer Macht“ nur noch ihr eigenes, innerkirchliches Rechtssystem zulassen würde.

Völlig abgesehen von der Tatsache, dass die Scientology-Kirche keinerlei politische Ziele verfolgt und erst recht keine Beteiligung an „politischer Macht“ anstrebt, sondern für die Trennung von Kirche und Staat eintritt. Das Gegenteil von politischer Macht bzw. politischen Zielen ist ihr aufgrund innerkirchlicher Richtlinien (von L. Ron Hubbard) nachweisbar untersagt. Zur Bekräftigung dieser Tatsache haben die deutschen Scientology-Kirchen eine „Grundsatzerklärung für Menschenrechte und Demokratie“ (siehe www.scientology-fakten.de/scientology-kirche-deutschland-resolution-der-kirchenratsversammlung.html) im Jahre 2008 verbindlich in ihre Satzungen aufgenommen und sich von entgegen gesetzten Ansichten distanziert. Während andere Weltreligionen zum Teil heute noch ein Problem mit den Menschenrechten haben oder sie zum Teil erst in den 1960er Jahren für sich als verbindlich anerkannt haben (so z.B. das Vaticanum II der kath. Kirche), geht das Glaubensbekenntnis der Scientology-Kirche mit Gründung der ersten Scientology-Kirche im Jahre 1954 sofort von der Gott gegebenen Gleichberechtigung aller Menschen und ihrer Seelen aus. Gleichzeitig verlangte die Scientology-Kirche hierin implizit und in späteren hierauf aufbauenden internen Kodizes entsprechend, verbindlich und ausdrücklich spätestens seit 1969, von den Mitgliedern die Beachtung und Förderung der Menschenrechte und die Befolgung des Grundsatzes „des gleichen Rechts für alle“. Weder L. Ron Hubbard, noch die Scientology-Kirche in Deutschland oder in sonst einem Land dieser Welt, haben je die Befolgung staatlicher Gesetze in Frage gestellt oder die bestehende Rechtsordnung abgelehnt. Das innerkirchliche Disziplinarsystem ist, wie bei vielen anderen Vereinen oder Religionsgemeinschaften auch, nur für interne disziplinarische Angelegenheiten zuständig oder als Schlichtungsstelle für zivilrechtliche Angelegenheiten unter Mitgliedern und – das Einverständnis der Streitparteien eines derartigen Verfahrens vorausgesetzt – auch zwischen einem Mitglied und einem Nicht-Mitglied. Diese Schlichtungsstelle dient letztlich auch der Entlastung der Zivilgerichte. Alle solchen zivilrechtlichen Angelegenheiten werden – dem Charakter der Schlichtungsstelle entsprechend – von einem Kaplan der Scientology-Kirche geleitet. Rechtsanwälte sind in solchen Verfahren grundsätzlich zugelassen, auch wenn so genannte „Experten“ anderer Meinung sind. Jedes „weltliche“ Vergehen im Sinne des Strafgesetzbuches wird im innerkirchlichen Rechtssystem lediglich mit Hinblick auf die Folgen für die Mitgliedschaftsrechte der oder des Betreffenden verhandelt. Darüber hinaus untersteht die Person den üblichen Rechtsverfahren im jeweiligen Land. Zum Vergleich müssten eher die existierenden innerkirchlichen Rechtssysteme aller Weltreligionen, hinsichtlich ihrer tatsächlichen Schnittstellen mit dem jeweiligen staatlichen Rechtssystem, weit mehr Anlass zur Besorgnis geben, als die innerkirchlichen Disziplinarverfahren der Scientology-Kirche. Ob man nun auf die innerkirchliche Rechtsordnung der Amtskirchen (dort sogar als „Amtszucht“ bezeichnet) in Deutschland blickt, die Sharia-Praktiken im Islam oder auch die Religionsgerichte im Judentum, die z.B. exklusiv für Scheidungen zuständig sind: Alle Weltreligionen ergänzen durch eigene interne Rechtsverfahren Teile der weltlichen Rechtsordnung. Die Scientology-Kirche verhält sich damit völlig innerhalb der üblichen und anerkannten Traditionen von Verbänden und Religionsgemeinschaften. Dies gilt auch für die erwähnten, internen Schlichtungsverfahren. Sie entlasten nicht nur die staatlichen Gerichte, sondern werden heutzutage zum Teil sogar in einigen Bundesländern als notwendige Prozessvoraussetzung für die Erhebung von Klagen vor den ordentlichen Gerichten bereits gesetzlich VERLANGT. Dass die Scientology-Kirche solche Verfahren intern als günstiger, einfacher und schneller propagiert als Verfahren vor ordentlichen Gerichten, kann im Zeitalter der „Mediation“ schwerlich als Gefährdung des Rechtsstaates klassifiziert werden, auch wenn dies manche voreingenommenen „Experten“ so konstruieren und sehen wollen. Der Wahrheit sind sie mit ihren gefärbten Meinungen damit nicht näher gekommen. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Prof. Dr. Arnd Diringer hat eine Professur für Zivil- und Strafrecht an der Hochschule Ludwigsburg inne und leitet dort die Forschungsstelle für Personal und Arbeitsrecht. Er hat über Scientology promoviert und führt derzeit ein Forschungsprojekt über “Glaube und Ethik der Scientology” durch. Ich bin gespannt, ob es ihm gelingt eine unabhängige, wissenschaftliche Arbeit durchzuführen, oder ob er wie viele andere einfach das schreibt was man bereits vor 30 Jahren über Scientology schrieb.

Scientology-Kirche Berlin – Lange Nacht der Religionen 2013


Das Gebäude der Scientology-Kirche Berlin e. V.
Die Scientology-Kirche Berlin e. V.

Seit Jahren werden in vielen Hauptstädten Europas und weltweit neue Scientology-Kirchen etabliert. Neben neuen Gebäuden in Rom, Madrid, Mexiko-City, Washington D. C.  und  Moskau wurde am 13. Januar 2007 das neue sechsstöckige Gebäude der Scientology-Kirche Berlin im Stadtteil Charlottenburg an der Kreuzung der Otto-Suhr-Allee und Cauerstraße im Beisein von über 5.000 Scientologen und Gästen aus 31 Ländern eröffnet.

Anlässlich der 2. Langen Nacht der Religionen in Berlin 2013 hält die Scientology-Kirche Berlin e.V. am 17. August 2013 von 18:00n – 24:00 Uhr kurze Vorträge und Besichtigungen in ihren Räumlichkeiten; ebenfalls werden Videos und Spots in der Öffentlichkeitsabteilung gezeigt. Scientology-Kirche Berlin – Lange Nacht der Religionen 2013 weiterlesen

Eine merkwürdige Scientology Veranstaltung hinterfragt


Folgender Text wurde von einem bayerischen Journalisten der website www.scientology-fakten.de zur Verfügung gestellt. Er hatte zufälligerweise eine Veranstaltung besucht, die es in sich hatte. Wir wollen dem Leser seine Ausführungen nicht vorenthalten:

Amerika ist weit weg …

Eindrücke von einer merkwürdigen Veranstaltung, deren Zweck offenbar darin bestand, zu zeigen, dass „Sekten-Experten“ eine Daseinsberechtigung haben.

Eines war am Ende des Abends jedem Besucher, der mit den Grundsätzen der Logik vertraut ist, klar: Harry Bräuer, der Vertreter des Polizeipräsidiums München, mag seine Karriere zum Kriminalhauptkommissar allem Möglichen verdanken, aber eher nicht schafsinniger Detektivarbeit. Erwartet man doch nach landläufiger Auffassung von einem Kriminaler, dass er Indizien auf ihre Plausibilität hin auszuwerten vermag, sprich dass er sehen kann, ob Behauptungen mit den Tatsachen des Lebens zusammenpassen oder nicht. Was Bräuer und seine vier Mit-Vortragenden Ende Oktober bei einem Diskussionsabend zum Thema Scientology im Jugendinformationszentrum München ins Publikum gestreut haben, wollte einfach keinen Sinn ergeben.

Wie sein Namenskollege aus der Fernsehkrimi-Serie „Derrick“ (Harry, hol´ doch schon mal den Wagen …) scheint Bräuer doch eher zu jenen Polizeimitarbeitern zu gehören, die weniger durch Geistesblitze auffallen, als vielmehr mit einem fragend verwirrten Gesichtausdruck die genialen Gedankengänge ihres „Chefs“ erst so richtig zum Leuchten zu bringen. Die einfache Frage einer Zuhörerin beispielsweise, was denn Scientologen nun tatsächlich bei der Ausübung ihrer Religion so machen, reichte der Moderator der Veranstaltung etwas unüberlegt an Harry Bräuer weiter. Der freilich schaute, offenbar überfordert, so perplex, dass ein anderer Referent reflexartig seine Rolle übernehmen und die Situation mit dem Hinweis retten musste, man habe ja gehört, „wie schlimm“ die doch seien. Der Umstand, dass man die Scientologen, um die es eigentlich ging, vom Mitreden ausgeschlossen hatte, erwies sich nicht nur an dieser Stelle als Schwachpunkt des Abends – oder um im Polizeijargon zu bleiben, als klaffende Lücke in der Indizienkette.

Und was der aus Wien per Bahn in letzter Minute eingetroffene rasende Buchvermarkter und Ex-Scientologe, Wilfried Handl, an bluttriefenden Gruselgeschichten absonderte, war sowieso nur mit der zeitlichen Nähe zu Halloween zu erklären. Selbstverständlich bezogen sich  seine Schauermärchen nicht auf Vorfälle im deutschsprachigen Raum, sondern nur auf angebliche Zustände in England oder gleich im fernen Amerika. Eine schlichte Frage nach der Logik brachte auch ihn, das arme Opfer von Scientology, ins Schleudern. Wie könne es denn wahr sein, wollte eine Besucherin wissen, dass all diese Dinge in Ländern geduldet würden, die sich mit demselben Recht wie Deutschland Rechtsstaaten nennen? Auch dem Kripomann, Harry Bräuer, sollte man meinen, mußte an dieser Stelle nur ein Gedanke durch den Kopf schießen: Kann das alles stimmen, wo doch die Amerikaner den Deutschen die Demokratie nach dem Ende der Nazi-Diktatur erst beigebracht haben?

Als Meisterdetektiv, wie sein Dienstgrad suggeriert, hätte er schon längst beim FBI Beweismaterial für die von deutschen Sektenbeauftragten erhobenen Beschuldigungen anfordern müssen, möchte man erwarten. Nichts davon ist bekannt. Und was tun stattdessen die Amerikaner, die ja wohl besser wissen, was vor sich geht in ihrem eigenen Land, wo Scientology als Kirche anerkannt ist? Seit mehr als zehn Jahren bringen sie die deutschen Behörden ob ihrer Diskriminierung von Scientologen in Erklärungsnöte. In steter Regelmäßigkeit listen die Menschenrechtsberichte des US-Außenministeriums gravierendste Benachteiligungen von Scientologen in Deutschland auf, von Berufsverboten über den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen bis zu Verletzungen der Religionsfreiheit in den Schulen, wo sich Scientologen-Kinder mancherorts gemäß Lehrplan anhören müssen, dass sie den falschen Glauben haben.

Ein Mann, der sich gewiss als Vertreter des rechten Glaubens sieht, weiß natürlich, dass dies die Folgen der von ihm selbst betriebenen Diffamierung sind. Druckste Rudi Forstmeier bei der Angabe seiner Funktion deshalb so merkwürdig herum? Er sei Leiter einer Beratungsstelle in München, deren Träger die protestantische Kirche sei, sagte er im Bemühen, sich das Mäntelchen einer unabhängigen Stelle umzuhängen. Dabei hat er als Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Landeskirche die knallharte Aufgabe, die religiöse Konkurrenz klein zu halten – mit allen Mitteln und den bekannten Folgen.

Zumindest gab es für den anwesenden Polizisten, Bräuer, keinen direkten Anlass, gegen Forstmeier Ermittlungen aufzunehmen. Der stramme Kirchenmann hat gelernt zu sagen, was fromm klingt und dennoch verletzt. An den Scientologen ließ er nichts Positives gelten, ein Großteil seiner Ausführungen ist schlicht und einfach unwahr, aber eben so formuliert, dass sie strafrechtlich nicht greifbar sind. Wie steht´s mit Respekt und dem „Gebot der Nächstenliebe“ gegenüber Andersdenkenden? Für ihn ist dies genauso wenig ein Thema wie die Verweigerung des Rederechts für die Scientologen in einer öffentlichen Veranstaltung zum Zweck der Selbstverteidigung. Für Harry Bräuer bestand kein Grund tätig zu werden. Heuchelei und Pharisäertum sind ja keine Straftatbestände.

Aber kaum glauben mochte man, wie nahe der Vertreter von Gesetz und Ordnung einem Befürworter illegaler Machenschaften steht. Ein Mitglied von Anonymous durfte unter den wohlwollenden Blicken des Kriminalhauptkommissars erklären, wie interessant es ist, Chaos im Internet anzurichten. Anhänger dieser Hacker-Gruppe werden in den USA wegen Cyber-Kriminalität verfolgt. Einigen von ihnen wurden deshalb bereits empfindliche Strafen auferlegt. Auch finden sich auf deren Blogs immer wieder mal perverseste Pornogeschichten bs hin zur Pädophilie. Der Münchner Polizei-Sprecher sollte eigentlich von diesen Umständen wissen. Aber wenn sich ein Ermittler freiwillig blind stellt, gelangt er zu falschen Schlüssen.

Wenn ein Dieb in ein Büro eindringt, Akten entwendet und die Einrichtung verschmiert, könnte die Polizei nicht einfach wegschauen. Warum soll es kein Verbrechen sein, wenn ein  Hacker heimlich in den Computer einer fremden Person eindringt, mit der Absicht, in diesem virtuellen „Büro“ Schaden anzurichten? Das Schweigen dazu von Harry Bräuer lässt einen wundern. Jedenfalls schien es der Glaubwürdigkeit des „Anonymen“ nicht zu schaden, dass er freimütig bekannte, wegen seines verwerflichen Treibens ebenfalls schon zu Geldstrafen verdonnert worden zu sein. So hatte er Nazi-Symbole verbreitet und falsche  Infos auf einem Flugblatt verteilt. Bräuer hatte offenbar kein Problem mit ihm aufzutreten.

Irgendwann im Laufe des Abends dämmerte es dem Zuhörer: Genauso wenig wie die anwesenden Sprecher an ausgewogener Information interessiert waren, war Harry Bräuer an diesem Abend zum Schutz der Bevölkerung vor Verbrechen unterwegs. Er blies nur ins selbe Horn wie die Mit-Referenten dieser merkwürdigen Veranstaltung. Zum einem scheinen sie das gemeinsame Interesse zu teilen, nämlich eine Gefahr zu beschwören, die es nicht gibt, und Ratschläge zu erteilen.

Denn je gefährlicher und abstruser Reden der Sekten-Beauftragten klingen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiterhin in den Genuss von Steuergeldern kommen beziehungsweise ihre Bücher an den Mann bringen. Niemand soll erfahren, dass sie mit ihren rufschädigenden Parolen eine Minderheit anschwärzen, die sich wie kaum eine andere Organisation zu Gesetzestreue und zur Einhaltung von Menschenrechten bekennt.

Müsste ein Polizist wie Bräuer nicht das Gespräch oder eigentlich sogar die Zusammenarbeit mit den Scientologen suchen, wie dies Polizeiorganisationen auf der ganzen Welt tun? Bekanntlich streben Scientologen nicht nur ein drogenfreies Leben an, sondern unterhalten weltweit das größte und effektivste Drogenaufklärungsprogramm. Ist Herrn Bräuer denn nicht bekannt, dass die Hälfte der Straftaten mit Rauschgiftdelikten zusammenhängt? Nicht umsonst gilt der Drogenkonsum als eine der größten Geiseln der Menschheit.

Wäre Harry Bäuer tatsächlich ein Verfechter der Rechtsstaatlichkeit, würde er die zahllosen Gerichtsentscheidungen in Deutschland respektieren, die der Scientology-Kirche den Schutz durch die Religionsfreiheit gemäß dem Grundgesetz zuerkennen. Aber nein, er kann es sich nicht verkneifen, längst widerlegte Anschuldigungen nachzuplappern. Die Vermutung liegt nahe, dass seine Hauptfunktion darin besteht, die Existenzberechtigung des Verfassungsschutzes zu stützen – jener Geheimpolizei, die allein in Bayern 400 hauptamtliche Mitarbeiter hat und seit dem Niedergang der DDR und der Auflösung der Stasi eigentlich kein Aufgabengebiet mehr hat. Seit 13 Jahren beobachtet dieser innerstaatliche Spitzeldienst mit geheimdienstlichen Methoden die Scientology-Kirche. Nicht den geringsten Hinweis auf ungesetzliches Verhalten oder gar die behaupteten antidemokratischen Aktivitäten konnten sie finden.

Hätte Bräuer bloß eine empfindliche Spürnase, die auf feine Unterscheidungen eingestellt ist, und nicht nur auf das Nachbeten überholter Schlagworte! Eine Veranstaltung wie die im Jugendinformationszentrum könnte endlich echte Neuigkeiten bieten.