Grippe Scharlatanerie: Tamiflu wird zum Bumerang für Roche


Lug und Trug ist in der Pharmabranche ja nichts Ungewöhnliches. Was sich nun aber betreffend dem „Grippemedikament“ Tamiflu zeigt, ist ein ganz neues Niveau der Scharlatanerie.

Das Grippemedikament Tamiflu wurde das erste Mal für die Vogelgrippe vermarktet. Da die Vogelgrippe nicht annähernd so schlimm war, wie die Hersteller des Medikaments sich erhofften, kam die Schweinegrippe gerade recht (Zufall?) um den Ladenhüter endlich wieder gewinnbringend loszuwerden. Nun warnen selbst Wissenschaftler: Die veröffentlichten Daten zu dem Mittel sind massiv geschönt.

Für 20% der Bevölkerung in Deutschland liegt es bereit: Tamiflu, das „Grippemittel“, das im Falle einer Pandemie die lebensgefährlichen Komplikationen der Infektion entschärfen soll. Bayern alleine hat 22 Millionen Euro dafür ausgegeben. Das Geld einfach auf der Strasse der Bevölkerung zu verteilen, wäre weit sinnvoller gewesen, denn der Nutzen dieses Medikaments ist gemäss einer neuen wissenschaftlichen Analyse überhaut nicht belegt. Seit Jahren haben kritische Stimmen versucht sich Gehör zu verschaffen, nun kommt eine Studie zum gleichen Resultat: Virenhemmer sind keinesfalls so nützlich für die Grippekranken, wie es ihre Hersteller versprechen.

Die von den Herstellern veröffentlichten Daten zu den Grippemitteln Zanamivir (Relenza) und Oseltamivir (Tamiflu) sind schwach. Und im Fall von Tamiflu wurden selbst diese schwachen Daten noch geschönt, behauptet ein internationales Gutachterteam der Cochrane Collaboration, eines Netzwerks von Wissenschaftlern, das systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien erstellt.

Weshalb die beiden Grippemittel Zanamivir (Relenza) und Oseltamivir (Tamiflu) in Politik und Bevölkerung ein so hohes Ansehen genießen, ist nicht bekannt. Es muss aber dammit gerechnet werden, das einige Entscheidungsträger in der Politik auch etwas daran verdienen. Die verfügbaren Daten zu den Arzneien rechtfertigen das Ansehen jedenfalls nicht.

Es gebe keine Evidenz dafür, dass die Grippemittel schwere Komplikationen wie Lungenentzündungen verhindern könnten, erklärt das Team um den britischen Epidemiologen Tom Jefferson, der in Rom für die Cochrane Collaboration arbeitet.

Zanamivir und Oseltamivir standen im Jahr 2006 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Damals ging die Angst um, der Erreger der Vogelgrippe könnte sich zu einem Virus mutieren, das sich auch gegen Menschen richtet und viele Todesopfer fordernd um die Welt zieht. Tamiflu und Relenza, die einzigen spezifischen Grippemedikamente, sollten so eine Influenzapandemie zähmen. Der Name Tamiflu ist ein Phantasiewort aus dem englischen „tame“(zähmen) und „flu“ (Grippe).

Es gab einige „wissenschaftliche Studien“, die die Wirksamkeit von Tamiflu untermauerten. Demnach waren die gefürchteten Atemwegskomplikationen, die im Verlauf einer Grippe tödlich sein können, deutlich seltener, wenn Patienten bei einem Verdacht auf eine Influenza mit dem Grippemittel behandelt wurden. Grippekranke sterben in der Regel nicht an den Influenzaviren; vielmehr öffnen die Viren den gefährlichen bakteriellen Erregern einer Lungenentzündung die Tür. Das kann den Grippekranken zum Verhängnis werden.

Tamiflus Höhenflug wurde vor allem durch eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2003 besiegelt. Der Leiter des Zentralen Virologischen Labors am Genfer Universitätsklinikum, Laurent Kaiser, nahm dazu zehn bis anhin vorliegende Wirksamkeitsstudien unter die Lupe. Alle diese Studien waren jedoch vom Tamiflu-Hersteller Roche selbst durchgeführt.
So kam Kaiser zu dem Schluss, dass Patienten messbar weniger Komplikationen erlitten, wenn sie Tamiflu bekamen: Jeder achte Tamiflu-Patient benötigte wegen einer drohenden Lungenentzündung ein Antibiotikum (45 von 368 Testpersonen); ohne Tamiflu (aber mit Placebo) war es jeder fünfte (74 von 401 Testpersonen).

Als im Zuge der Vogelgrippe die Staaten, die es sich leisten konnten, Millionenreserven des Grippemittels anlegten, diente die Arbeit als Referenz dafür, dass man ein wirksames Mittel eingekauft hatte. Kaisers Schlussfolgerungen wurde jeweils kritiklos übernommen.

Auch Tom Jefferson und seine Mitarbeiter vertrauten Kaisers Einschätzungen, als sie 2006 zum ersten Mal die Studienlage zu Grippearzneien auswerteten. 2009 bekamen sie vom britischen National Institute for Health Research den Auftrag für eine erneute Revision.

Der Skandal
Kurz darauf kam Post aus Japan.

„Ein Kinderarzt aus Osaka wies uns darauf hin, dass wir uns auf zweifelhafte Daten verlassen hatten“

sagt Jefferson.

„Die Autoren des Kaiser-Reviews sind vier Angestellte und ein bezahlter Berater von F. Hoffman-La Roche Ltd. – und Kaiser“,

schrieb Keiji Hayashi.

„Und nur zwei der zehn Studien sind in Fachzeitschriften publiziert worden.“

Nur in den acht unvollständig veröffentlichten Arbeiten aber, so Hayashi, würde Tamiflu besser wirken als ein Placebo.

Die Cochrane-Gutachter nahmen die Hinweise ernst. Sie wollten tiefer graben, tiefer als das, was der Öffentlichkeit bis dahin freiwillig an Auswertungen und Basisdaten vorgelegt worden war. Dazu aber brauchten sie nackte Daten, anders ausgedrückt: die nüchternen, uninterpretierten Studienprotokolle.

Kaiser aber verwies Jefferson an Roche. Doch der Konzern wollte dem Briten nur im Tausch gegen eine Verschwiegenheitserklärung Einsicht in seine Protokolle gewähren. Das wollte sich Jefferson nicht bieten lassen. Im Dezember 2009 machten er und seine Mitstreiter die Lücken in den publizierten Daten im British Medical Journal öffentlich.

Zugleich zogen sie für ihre Neubewertung nur jene Studien heran, die üblicherweise in eine Übersichtsarbeit fließen: solche, die vollständig publiziert sind. So kamen sie zu demselben Schluss wie Keji Hayashi: Allen veröffentlichten Daten zufolge beuge Tamiflu Atemwegskomplikationen infolge einer Grippe nicht besser vor als ein Placebo, so das Fazit.

Plötzlich reagierte Roche ganz schnell: „Die vollständigen Berichte für die Studien“ würden „in Kürze auf einer passwortgeschützten Seite für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung stehen“, versprach James Smith, für Tamiflu zuständiger medizinischer Leiter bei Roche, in einer schriftlichen Erwiderung im British Medical Journal. “

Jedes Modul habe ein anderes Thema, erläutert Tom Jefferson. „Da wir sie ja nicht kennen, wissen wir auch nicht mit Sicherheit, was in den Modulen steht, die uns nun seit einem Jahr vorenthalten werden.“

Die Forscher vermuten unter anderem Informationen darüber, wie die ursprünglichen Fragestellungen der Studien aussahen und ob diese im Laufe des Versuchs abgewandelt wurden. Die ersten Module zeigten, dass mehr als die Hälfte der Ergebnisse in der Schublade verschwunden waren, so Jefferson: die Daten von 2691 der 4813 Studienteilnehmer.

Allzu häufig werden bei medizinischen Studien Fragestellungen im Nachhinein an die gewonnenen Daten angepasst. So lässt sich eine gewünschte Wirkung schließlich doch scheinbar beweisen, auch wenn es sie in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Auch eine andere wichtige Frage würde Tom Jefferson gerne mit Hilfe fehlender Module beantworten: Weshalb wurden in den acht unpublizierten Studien so viel mehr Kranke als gewöhnlich positiv auf Influenza getestet? Es komme bei medizinischen Studien oft vor, dass es eine Vorauswahl der Probanden gebe, sagt er. In einem solchen Fall stehe dann in Frage, „ob die Ergebnisse dieser Versuche überhaupt auf die normale Bevölkerung übertragbar sind“.

Schließlich treibt Tom Jefferson noch die Frage nach den Nebenwirkungen um. Die bisher publizierten Studien fanden entweder „keine“ oder „keine mit Oseltamivir in Zusammenhang stehenden“ schweren Nebenwirkungen. Allein in den offengelegten ersten Modulen aber finden sich zehn schwere Zwischenfälle bei neun Probanden, drei davon werden mit Tamiflu in Verbindung gebracht.

Wirkung von Tamiflu: Psychotische Zustände bei Kindern

Dazu passt, dass japanische Ärzte während des H1N1-Ausbruchs im vergangenen Winter speziell bei Kindern, die mit Tamiflu behandelt wurden, gehäuft psychotische Zustände beobachtet hatten. Auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung erklärt das Unternehmen Roche, es gebe gar keine Datenlücke: „Roche glaubt, dass es alle die Daten zur Verfügung gestellt hat, die nötig sind, um die Fragen der Cochrane-Gutachter zu beantworten.“

Der Konzern will bei künftigen Anfragen der Wissenschaftler erst deren Protokoll zu den neuen Tamiflu-Forschungen sehen, „damit wir entscheiden können, welche Daten sie für ihre Fragen brauchen“. Das sei eine „verkehrte Welt“, findet Tom Jefferson. „Seit wann entscheiden die Begutachteten, was der Gutachter sehen darf – und was nicht?“

Trotz der mühseligen Arbeit hat sich Jefferson für 2011 ein noch größeres Projekt vorgenommen. Im neuen Jahr plant er eine Bestandsaufnahme des Wissens über alle Influenzaviren-Hemmer, auch zwei neuere, die noch keine Zulassung haben, Peramivir und Laninamivir.

Zumindest die Datenlage zu Tamiflus Konkurrenten Relenza von Glaxo Smith Kleine sei auch nicht vertrauenerweckend, sagt er. „Überall haben wir Indizien für manipulierte Daten gefunden.“ Der größte Behandlungsversuch aus den USA, den Glaxo Smith Kline jemals für Relenza durchgeführt hat, habe übrigens keinen Effekt gezeigt, so Jefferson. „Und er wurde nie veröffentlicht.“

Schweinegrippe: Ein Medien-Virus greift um sich!


Was mussten wir uns letzte Woche doch alles für unlogisches Zeugs über die Schweinegrippe anhören. Offensichtlich scheint bis heute niemand etwas zu wissen, dafür haben alle etwas dazu zu sagen. Wenn man einfache statistische Zahlen verwendet wird jedoch ersichtlich, dass nicht der Virus der schweinischen Grippe den Menschen gefährdet, sondern der Virus der sich via Druckerschwärze verbreitet. Es handelt sich also nicht um eine neue Art der Grippe, sondern um eine altbekannte Art um Schlagzeilen, Terror, Angst und Chaos mittels Medien zu verbreiten. Da der Versuch eine Bedrohung herbeizureden mit der Vogelgrippe überhaupt nicht funktionierte, soll nun mit der Schweinegrippe dieses Ziel erreciht werden.

Interessant ist auch, dass die Grippe ausserhalb Mexikos wie eine gewöhnliche Grippe mit glimpflichem Verlauf auftritt. Selbst bei einer ganz normalen Grippe wo sich keine Sau um den Namen des Virus kümmert, stirbt ab und zu ein Erkrankter. Kein Hahn kräht danach, es gehört zum Alltag.
Der Medienvirus war aber ungleich ansteckender und griff so rasch um sich, dass der schweinische Virus wohl vor Neid erblasste und völlig vergass all die als tot gemeldeten Menschen auch wirklich zu töten. Da wurden gemäss Medienvirus bereits 162 Tote gemeldet, wobei davon ein Tag später noch immer weniger als 2 Hände voll auch wirklich tot waren. Vielleicht sind aber auch von diesen „bestätigten“ Todesfälle nicht wirklich alle an dem „Sau-Virus“ gestorben.
Da der Medienvirus sich plötzlich mit einem unerwarteten Gegner auseinandersetzen musste, konnte er sich nicht mehr so gut verbreiten. Es handelte sich dabei aber nicht um einen Impstoff der dem Medienvirus gefährlich wurde, das Hindernis war das eigentliche Thema selbst. Der vermaledeite Schweinegrippe-Virus wollte seine Verantwortung als Ursache einer prognostizierten Epidemie, nein schlimmer man sprach schon von einer Pandemie, einfach nicht gerecht werden.
Offiziell sind jedenfalls weltweit noch nicht mal 200 Personen an der schweinischen Grippe erkrankt. In Europa können die bestätigten Krankheitsfälle auch von einem 4 jährigen Kind noch zusammengezählt werden. Der Verkauf von Tamiflu war jedoch beeindruckend. Dick Chenney und Donald Rumsfeld werden jedenfalls Freude am Medienvirus haben, denn sie halten beträchtliche Aktienpackete des Herstellers von Tamiflu. Es gibt also tatsächlich Schweine hinter der Schweinegrippe, die sehen jedoch wie Menschen aus. Einerseits die Medien und andererseits diejenigen die vom Tamiflu Verkauf profitieren. Und damit haben wir wohl die Schweine hinter der Schweinegrippe entdeckt: die weltweit entfachte Hysterie wirkt verkaufsfödernd für Tamiflu. Es wurde ja auch langsam Zeit, dass dieses unnütze Medikament aus der Mottenkiste geholt werden konnte.
Wenn Sie immer noch Zweifel am Medienvirus haben, ziehen Sie Folgendes in Betracht:
In der Schweiz sterben durchschnittlich jeden Tag ca. 3 Personen an den Folgen einer Grippe. Das macht pro Jahr über 1000 Personen alleine in der Schweiz.
Die Zahlen der Schweinegrippe sind geradezu lächerlich wenn man die allgemeinen Zahlen der Grippetoten berücksichtigt und ins Verhältnis setzt.

Die Seite er AEGIS Schweiz bietet auch einige sehr interessante Informationen rund um die Vogelgrippe, Schweinegrippe und generell über Impfungen.

Dieses Video zeigt einige interessante Details über die Schweinegrippe:

Hier ein Text auf Deutsch, welcher von jedem der mit dem Gedanken spielt sich gegen die „Schweinegrippe“ impfen zu lassen oder „Tamiflu“ zu kaufen gelesen werden sollte.
Dies ist keine Aufforderung von mir sich im Krankheitsfall nicht von einem guten Arzt behandeln zu lassen.